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- 30.08.2003 -

 

 

 


 

WWF: Bestand afrikanischer Flusspferde bedroht

Die Flusspferde im Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo drohen auszusterben.

(jkm) - Verantwortlich seien Wilderer, die die Tiere wegen ihres Fleisches und ihrer Stoßzähne töten, berichtet die Naturschutzorganisation WWF. Während es vor knapp 30 Jahren noch 29.000 Flusspferde im Nationalpark gegeben habe, seien es jetzt nur noch 1.300.

"Derzeit herrscht auf dem illegalen Elfenbeinmarkt eine gesteigerte Nachfrage nach den großen Eckzähnen der Flusspferde", sagt Volker Homes, Artenschutzexperte des WWF. Die Wilderei habe deshalb im Osten des Kongo in einem beängstigenden Maße zugenommen.

Schon zu Beginn des Jahres gab es Berichte von hunderten toten Flusspferden am Rutsuru Fluss. Dieser war vermutlich von Wilderern vergiftet worden, um mit möglichst wenig Aufwand möglichst viele Tiere auf einmal zu töten. Homes: "95 Prozent der Population sind schon verloren." Werde das Töten nicht gestoppt und der illegale Handel nicht kontrolliert, drohe den Nilpferden im Virunga Nationalpark die Ausrottung.

 


© ArtToday

Das Flusspferd kann ein Gewicht von mehr als drei Tonnen erreichen und wird bis zu 40 Jahre alt.

 

Flusspferde erreichen ein Gewicht von mehr als drei Tonnen und werden bis zu 40 Jahre alt. Sie verbringen den größten Teil des Tages im Wasser, um ihre Füße von ihrem Gewicht zu entlasten. Obwohl sie sich ausschließlich vegetarisch ernähren, verfügen sie über scharfe Eckzähne.

Der Dung der Tiere stelle einen wesentlichen Bestandteil der Nahrungskette dar, erklärt Homes: "Ein Verlust von 27.000 Tieren kann tiefgreifende Folgen haben: Den Süßwasserökosystemen fehlen täglich hunderte Tonnen Nährstoffe, sodass die Fischbestände schwinden. Das ist schlecht für die örtliche Fischerei."

 

 Mehr Informationen:

WWf-Infos über Flusspferde

 

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