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Island: Walfang löst Welle von
Reiseabsagen aus
Die Tourismus-Branche auf Island
klagt über eine zunehmende Welle von Reiseabsagen aus Europa
und den USA wegen der Wiederaufnahme des Walfangs.
Reykjavik/Stockholm (dpa) - Nach
Angaben der Internetagentur NFI in Reykjavik sind bei Reiseveranstaltern
seit Bekanntwerden der erneuten Jagd auf Zwergwale Absagen aus
Großbritannien, den USA und Frankreich eingegangen. «Wir
meinen, dass das erst der Anfang ist», erklärte die
Marketing-Managerin von Iceland Travel, Sigrun Sigmundsdottir.
Mitte der Woche hatten 21 europäische
Reiseveranstalter, darunter auch der weltweit größte
Reisekonzern TUI, in einem Schreiben an die isländische Regierung
appelliert, die Freigabe von 38 Zwergwalen zur Jagd für wissenschaftliche
Zwecke noch einmal zu überdenken. Es hieß unter anderem,
Island gelte als einer der weltweit besten Plätze, um Wale
und Delfine zu beobachten.

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ArtToday
Kamera statt
Harpune: 1998 sind in Europa über 11 Millionen Euro
mit Wal-Tourismus verdient worden, in Australien im gleichen
Jahr sogar mehr als 35 Millionen. (Quelle: WDCS; Wale
im Bild: Orcas)
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Fleisch der ersten erlegten
Wale findet reißenden Absatz
Die Wale sollen bis Mitte September
erlegt werden. Die isländische Regierung begründet die
Jagd auf die nicht als bedroht geltende Art damit, dass die Essgewohnheiten
der Meeressäuger mit Blick auf die Fischbestände rund
um Island erforscht werden müssten. Tierschützer weisen
diese Argumentation zurück und werfen den Walfängern
vor, mit angeblichen wissenschaftlichen Begründungen ihre
kommerziellen Interessen kaschieren zu wollen. Der schwedische
Rundfunk berichtete am Freitag aus Reykjavik, dass das Fleisch
der ersten erlegten Wale in Reykjavik reißenden Absatz gefunden
habe. Die Fänger hatten zuvor Teile der Tiere beim isländischen
Meeresforschungsinstitut abgeliefert.
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