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Meere: Mehr Aufmerksamkeit für Probleme
gefordert
Über die ökologische
Situation der Weltmeere werde zu wenig geforscht, kritisieren
zwei amerikanische Meeresforscher.
(jkm) - Beth Kochin und Philip
Levin vom Northwest Fisheries Science Center in Seattle ermittelten,
dass selbst in marinen Fachzeitschriften nur jeder 20. Artikel
die Probleme der Meere thematisiert. Den publizierten Ergebnissen
würde zudem zu wenig Aufmerksamkeit zuteil.
In einem Brief an das Magazin
"Nature" rechnet das Duo vor, dass es in nur fünf
Prozent der Veröffentlichungen um Probleme wie Verschmutzung
und Überfischung, um die Einschleppung fremder Arten oder
die Beschneidung von Schutzzonen geht.
Werden solche Themen in Fachpublikationen
veröffentlicht, fällt die Resonanz vergleichsweise schwach
aus. Am Beispiel der Zeitschrift "Conservation Biology"
zeigt sich, dass Artikel zu Flora und Fauna auf dem Land im Schnitt
18,2 mal aufgegriffen und in weiteren Veröffentlichungen
zitiert werden. Zu Meeresthemen fanden Kochin und Levin im Schnitt
nur 7,1 Zitate.
Wald und Flur seien dem Menschen
in der Regel näher als das Meer, deshalb werde die Bedeutung
der Weltmeere unterschätzt. Die marinen Ökosysteme stünden
zunehmend schweren Problemen gegenüber, mit denen sich Wissenschaft
und Öffentlichkeit stärker als bisher auseinander setzen
müssten, fordern Kochin und Levin.
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