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Karibisches Meer: Viele Arten auf engem
Raum
Nirgendwo im gesamten Atlantik
gibt es eine so hohe Konzentration an Lebensformen wie im Karibischen
Meer.
(jkm) - Hunderte Arten sind nur
im Karibischen Becken zwischen Kuba, Mittelamerika und Südamerika
zu finden. Das ermittelte jetzt eine Gruppe von 84 Biologen im
Auftrag der Organisation "Conservation International".
Die Forscher zählten 1.172 verschiedene Arten, davon sind
253 - 22 Prozent - nur im Karibischen Meer anzutreffen.
Etwa 100 Arten stufen die Forscher
als "mikro-endemisch" ein. Das bedeutet, dass ihr Lebensraum
sehr stark an lokale Bedingungen gebunden ist. Manche Lebensform
konnte nur in vereinzelten Lagunen nachgewiesen werden.

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ArtToday
Tiger-Zackenbarsch
vor Grand Cayman: Große Artenvielfalt im Karibischen
Meer.
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"Die meisten Menschen glauben,
den Tieren stünde die Weite des Meeres offen und sie könnten
bei Bedarf einfach davon schwimmen", sagt Michael Smith,
Experte für die Biodiversität der Karbik am "Center
for Applied Biodiversity Science" (CABS). "Wir wissen
aber heute, dass Hunderte von Arten sich auf die Küstenregion
Mittelamerikas spezialisiert haben und schon die geringsten Störungen
durch den Menschen zu ihrem Aussterben führen."
Verwundbar sind unter anderem
die Froschfische und der weltweit kleinste Zwerghai (Etmopterus
perryi), der maximal 21 Zentimeter lang wird. Durch Überfischung,
den Ausbau von Häfen und die Verlegung von Rohrleitungen
am Meeresgrund wird der karibischen Meeresfauna zugesetzt.
Zwei Regionen der Karibik stuften
die Meeresforscher als besonders artenreich und schützenswert
ein: zum einen die so genannten Floridastraße zwischen Kuba,
den Bahamas und Florida, zum anderen einen langen Küstenstreifen,
der sich von Kolumbien über Venezuela und den Niederländischen
Antillen bis nach Guyana und Suriname erstreckt.
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