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Hochsee:
Paradiese für Meeresräuber
Auch für die großen
Räuber der Meere gibt es regelrechte Brennpunkte der Biodiversität,
hat eine deutsch-kanadische Forschergruppe ermittelt.
(jkm) - Günstige Umweltbedingungen
- vor allem üppige Jagdgründe - sorgen in einigen Meeresgebieten
für einen besonders hohen Artenreichtum von Thunfischen,
Schwertfischen, Meeresschildkröten und anderen Räubern.
Solche Gebiete könnten einen effizienten Schutz der teilweise
vom Aussterben bedrohten Arten ermöglichen.
"Die scheinbar eintönige
Landschaft der Hochsee zeigt reiche Strukturen der Artenvielfalt",
schreiben Boris Worm von der Universität Kiel und seine Kollegen
in den "Proceedings of the National Academy of Sciences".
"Diese Merkmale sollten genutzt werden, um zukünftige
Schutzbemühungen zu konzentrieren."

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ArtToday
Unechte Karettschildkröte
(Caretta caretta)
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Die Biologen werteten Beobachtungs-
und Logbuch-Daten der atlantischen und pazifischen Langleinen-Fischerei
aus. Erst kürzlich hatten sie anhand solcher Daten aufgezeigt,
wie kritisch die Situation für Haie und andere vermeintlich
robuste Meeresräuber in den letzten Jahrzehnten geworden
ist. Nun konzentrierten sich die Forscher auf die Zahl unterschiedlicher
Arten in den Fängen. Besonders hoch ist der Artenreichtum
demnach im Bereich der Wendekreise, zwischen den 20. und 30. Breitengraden.
Vermutlich können hier sowohl tropische Arten als auch solche
der gemäßigten Zonen existieren.
Vor allem in der Umgebung von
Riffen, Unterwasserbergen und anderen "hervorspringenden"
Strukturen des Meeresgrunds stellen sich viele Arten von Hochseeräubern
ein. Hier sorgen die Strömungsverhältnisse für
hohe Nährstoffkonzentrationen und damit für einen reich
gedeckten Tisch.
Ungeachtet der hohen Artenvielfalt
werden in solchen Gebieten aber vergleichsweise wenige Raubfische
gefangen, ermittelten die Biologen. Ihren Computermodellen zufolge
könnte der Schutz einiger dieser Gebiete den Druck auf die
großen Meeresräuber deutlich reduzieren, ohne der Fischerei
allzu empfindliche Einbußen zu bescheren.
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