|
Künast: Waldsterben in Deutschland
gestoppt
Das Waldsterben in Deutschland
ist nach Ansicht von Bundeslandwirtschaftsministerin Künast
gestoppt.
Berlin (dpa) - «Wir haben
den Trend umgekehrt», sagte Ministerin Renate Künast
(Grüne) der Zeitung «Welt am Sonntag». «Der
Wald wächst wieder gesünder, die Flächen nehmen
zu, die Holzwirtschaft hat in Deutschland eine gute Zukunft. Unsere
Wälder sind schöner geworden. Ich kann nur dringend
empfehlen, am Sonntag einen Waldspaziergang zu unternehmen.»
Im jüngsten Waldzustandsbericht
2002 hatte Künasts Staatssekretär Gerald Thalheim allerdings
noch darauf hingewiesen, dass allenfalls von einer Stabilisierung,
nicht von einer Verbesserung die Rede sein könne. «Der
Kronenzustand unserer Wälder hat sich stabilisiert. Rund
ein Fünftel der Waldfläche weist deutliche Schäden
auf, über ein Drittel zeigt keine Schäden. Dies ist
jedoch keine Entwarnung: In den Waldböden haben sich die
Stoffeinträge von Jahrzehnten angesammelt. Außerdem
kommen trotz aller Emissions- Minderungen täglich neue Einträge
hinzu», hieß es seinerzeit.
Umweltorganisationen wiesen darauf
hin, dass es dem deutschen Wald damit fast so schlecht geht wie
vor 20 Jahren. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden
lag bei der ersten bundesweiten Kontrolle 1984 bei 23 Prozent.
Eine Sprecherin des Agrarministeriums
sagte am Samstag zur Erläuterung: «Die Ministerin sieht
das so, dass der Trend zu einer negativen Entwicklung gestoppt
ist. Der Zustand des deutschen Waldes hat sich stabilisiert.»
Das bedeute aber noch keine Entwarnung, weil es nach wie vor große
geschädigte Bestände gebe.
|