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Echter Albino? Weißer Buckelwal
entzückt Australier
Ein zwölf Meter langer
weißer Buckelwal versetzt derzeit die Menschen an der Ostküste
Australiens in Verzückung.
Sydney (dpa) - Um das Tier vor
einem allzu großen Ansturm Schaulustiger zu schützen,
stellte die Regierung des Bundesstaates Queensland das Tier, möglicherweise
das einzige seiner Art, unter ihren besonderen Schutz, wie örtliche
Medien am Wochenende berichteten. Unter Experten entbrannte unterdessen
ein Streit, ob es sich bei dem kleinen Riesen, den australische
Ureinwohner bereits liebevoll «Migaloo» - «weißer
Kumpel» nennen, um eine echte Albino-Art handelt.
«Nach den Fotos, die wir
gesehen haben, ist sein Blasloch rosa, wie auch die Augen. Wir
sind also sehr zuversichtlich, dass es ein Albino ist und dazu
ein Männchen», sagte der Präsident der australischen
Gesellschaft zum Schutz der Wale, Paul Hodda, dem Rundfunksender
ABC am Sonntag. Trevor Long, Direktor des Marineparks Sea World
an der Goldküste, bezweifelt das. Seiner Ansicht nach ist
das Tier ein gewöhnlicher Buckelwal, der allerdings weiß
ist.
Der Umweltminister von Queensland,
Dean Wells, hatte Schaulustige nachdrücklich aufgefordert,
Abstand zu «Migaloo» zu halten. Andernfalls drohe
eine saftige Geldstrafe. Ob Boot oder Jet-Ski, niemand dürfe
näher als 500 Meter an den Buckelwal heran, warnte Wells.
Ähnliches gelte auch für Piloten von Kleinflugzeugen.
Zuletzt soll ein Wal-Fan dicht neben dem Tier geschwommen sein.
Der «weiße Kumpel»
war erstmals 1991 gesichtet worden. In den vergangenen vier Jahren
tauchte er regelmäßig auf seinem Weg von der Antarktis
zu den Brutplätzen im Great Barrier Reef auf. Jedes Jahr
ziehen etwa 5000 Buckelwale dorthin. Augenzeugen berichten, unter
seinen Artgenossen sei er der einzige rein weiße Wal.
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