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Sonarortung:
Delfine klicken effektiv
Je näher Delfine ihrer
Beute kommen, desto leiser werden ihre Klick-Laute. Dies ist jedoch
keine Jagdtaktik, sondern geschieht aufgrund der Funktionsweise
ihres Echolotsystems.
(jkm) - Je näher ein Delfin
seiner Beute kommt, desto lauter ist das Echo seiner Ortungslaute.
Zwei amerikanische Zoologen haben nun entdeckt, dass die Meeressäuger
diesem Phänomen auf verblüffende Weise Rechnung tragen.
Mit sinkender Entfernung zum Ziel senken die Tiere die Lautstärke
ihrer Klick-Laute, um ihr Hörsystem nicht zu überlasten.
Ihre Resultate präsentieren die Forscher im Magazin "Nature".
Auch Fledermäuse und Sonargeräte
sehen sich mit dem Problem konfrontiert, dass die Intensität
der Ortungsgeräusche mit wachsender Laufstrecke abnimmt.
Zwar halten sie die Lautstärke der Geräusche konstant.
Dafür reduzieren sie die Empfindlichkeit des Mittelohrs bzw.
des Schallempfängers direkt nach dem Aussenden des Ortungsgeräuschs
und erhöhen sie dann langsam wieder.

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ArtToday
Delfine,
wie dieser Große Tümmler, erzeugen die Töne
bzw. "Klicke" zur Sonarortung mittels einer
Klappe, die durch Luftaustausch zwischen Lunge und Luftsäcken
in Schwingung gebracht wird.
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Whitlow Au und Kelly Benoit-Bird
von der University of Hawaii wollten nun wissen, ob Delfine einen
ähnlichen Kompensationsmechanismus besitzen. Als Probanden
dienten ihnen neugierige Schlankdelfine, Weißschnauzendelfine,
Zügeldelfine, Ostpazifische Delfine und Schwertwale, die
sich einer vor Hawaii treibenden, sternförmigen Anordnung
von Unterwassermikrofonen näherten. Mit dieser Anordnung
konnten die Forscher neben Richtung und Lautstärke der Ortungslaute
auch die Entfernung zum jeweiligen Delfin ermitteln.
Offenbar gleichen die Meeressäuger
den Effekt auf der Ebene des Senders, und nicht auf der des Empfängers
aus, fanden Au und Benoit-Bird. Sämtliche Tiere reduzierten
den Schalldruck ihrer Ortungsklicks nämlich um sechs Dezibel,
indem sie die Entfernung zu den Hydrofonen halbierten. "Wenn
ein Delfin sich einem Fischschwarm nähert, bleibt die Amplitude
der Echos daher konstant", schreiben die Forscher. Damit
seien Delfine zwar zu einer anderen Lösung gelangt als Fledermäuse
und Sonargeräte, "diese ist jedoch ebenso effektiv."
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