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Tiefsee: Expedition findet neue Arten
Mit reicher Beute sind australische
und neuseeländische Wissenschaftler von einer Erkundung der
Tasmansee zurückgekehrt.
(jkm) - Wie das australische National
Oceans Office mitteilt, fanden die Forscher über 100 neue
Arten von Tiefseebewohnern, bislang unbekannte Lebensgemeinschaften
am Meeresgrund und als besonderes Schmuckstück den versteinerten
Zahn eines urzeitlichen Riesenhais.
Während der vierwöchigen
Fahrt mit dem Forschungsschiff "Tangaora" kartierten
die Wissenschaftler 14 Systeme von Unterwasserbergen und führten
an 168 ausgesuchten Stellen genauere Untersuchungen durch, indem
sie Kameras, Netze, Tiefseeschlitten und andere Geräte zum
Meeresboden hinabließen. Dabei stießen sie auf über
500 Fischarten und 1.300 Arten von Wirbellosen.
"Von diesen waren mehr als
100 bislang nicht als eigenständige Arten bekannt und viele
sind der Wissenschaft gänzlich neu", so der australische
Umweltminister David Kemp. Mit stachelbewehrten Haien, an Nagelbretter
erinnernden Krebsen, getüpfelten Fischen und riesigen Asselspinnen
"klingt die Artenliste eher nach Science-Fiction." Die
Zahl der neuen Arten könne durchaus noch steigen, indem das
Probenmaterial nun genauer untersucht werde.
Ein unerwarteter Fang sei der
versteinerte Zahn eines Megalodon gewesen, eines urzeitlichen
Hais mit der doppelten Größe eines Weißen Hais.
"Der Zahn lag seit Jahrmillionen am Meeresgrund, bis er von
einem Tiefseeschlitten aufgesammelt wurde", sagt Kemp.
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