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Australien:
Landwirtschaft belastet Korallenriffe
Korallenriffe werden durch
Dünger und Chemikalien aus der Landwirtschaft geschädigt,
konnten australische Forscher jetzt nachweisen.
(jkm) - Dünger und Chemikalien
aus der Landwirtschaft schaden den Korallenriffen. Diesen seit
längeren vermuteten Zusammenhang konnten jetzt australische
Forscher an den Riffen ihres Landes eindeutig nachweisen. Sie
setzten auf eine epidemiologisches Vorgehensweise, nach deren
Prinzip in den 60er-Jahren erstmals das Rauchen als Auslöser
für Lungenkrebs nachgewiesen werden konnte.
Katharina Fabricius und Glenn
De'ath vom Australischen Institut für Meeresforschung in
Townsville, Queensland, verglichen die Gesundheit von Korallenriffen
in unmittelbarer Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen
mit solchen, die 400 Kilometer entfernt im Meer lagen. Die Forscher
berücksichtigten für ihre Beurteilung sechs Kriterien,
darunter Stress auslösende biologische Faktoren und Konzentrationen
von Schadstoffen.
Alle sechs Kriterien zusammen,
so die Forscher gegenüber dem Magazin "New Scientist",
bestätigen den Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher
Verunreinigung des Wassers, geringer Artenvielfalt der Korallen
sowie der niedrigen Besiedlungsrate der Riffe. Demnach ist die
Artenvielfalt in den Regionen am höchsten, die am weitesten
von landwirtschaftlichen Nutzflächen entfernt liegen. Der
Bericht der Forscher soll demnächst im Fachblatt "Ecological
Applications" erscheinen.
Noch sind nicht alle Forscher
von den Ergebnissen der Studie überzeugt. Peter Ridd von
der James Cook University in Townsville erklärte gegenüber
dem "New Scientist", zwar hätten in anderen Teilen
der Welt Düngemittel nachweislich die Artenvielfalt von Korallen
beeinträchtigt. Die aktuelle Studie habe aber nicht nachgewiesen,
dass die Verunreinigung am australischen Great Barrier Reef stark
genug sei, um Schaden anzurichten.
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