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- 06.06.2003 -

 

 

 

 

 


 

Australien:

Landwirtschaft belastet Korallenriffe

Korallenriffe werden durch Dünger und Chemikalien aus der Landwirtschaft geschädigt, konnten australische Forscher jetzt nachweisen.

(jkm) - Dünger und Chemikalien aus der Landwirtschaft schaden den Korallenriffen. Diesen seit längeren vermuteten Zusammenhang konnten jetzt australische Forscher an den Riffen ihres Landes eindeutig nachweisen. Sie setzten auf eine epidemiologisches Vorgehensweise, nach deren Prinzip in den 60er-Jahren erstmals das Rauchen als Auslöser für Lungenkrebs nachgewiesen werden konnte.

Katharina Fabricius und Glenn De'ath vom Australischen Institut für Meeresforschung in Townsville, Queensland, verglichen die Gesundheit von Korallenriffen in unmittelbarer Nähe zu landwirtschaftlichen Flächen mit solchen, die 400 Kilometer entfernt im Meer lagen. Die Forscher berücksichtigten für ihre Beurteilung sechs Kriterien, darunter Stress auslösende biologische Faktoren und Konzentrationen von Schadstoffen.

Alle sechs Kriterien zusammen, so die Forscher gegenüber dem Magazin "New Scientist", bestätigen den Zusammenhang zwischen landwirtschaftlicher Verunreinigung des Wassers, geringer Artenvielfalt der Korallen sowie der niedrigen Besiedlungsrate der Riffe. Demnach ist die Artenvielfalt in den Regionen am höchsten, die am weitesten von landwirtschaftlichen Nutzflächen entfernt liegen. Der Bericht der Forscher soll demnächst im Fachblatt "Ecological Applications" erscheinen.

Noch sind nicht alle Forscher von den Ergebnissen der Studie überzeugt. Peter Ridd von der James Cook University in Townsville erklärte gegenüber dem "New Scientist", zwar hätten in anderen Teilen der Welt Düngemittel nachweislich die Artenvielfalt von Korallen beeinträchtigt. Die aktuelle Studie habe aber nicht nachgewiesen, dass die Verunreinigung am australischen Great Barrier Reef stark genug sei, um Schaden anzurichten.

 

 Mehr Informationen:

NewScientist

Australian Institute of Marine Science

Environment Australia: Coasts and Oceans

WWF Australia

g-o.de: Das Great Barrier Reef

 

 Lesen Sie auch:

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