vista verde - Portal für Umwelt und Natur - Werbung 

vista verde SucheNewsForumAktion

v i s t a   v e r d e   n e w s   -   N a t u r   &   A r t e n v i e l f a l t

News - Seite 1Politik
Natur und Artenvielfalt
Wissenschaft und Technik
Wirtschaft und Energie

- 04.06.2003 -

 

 

 


 

Künast: Wal-Tourismus statt Waltötung

Bundesverbraucherministerin Renate Künast hat sich für Walbeobachtungs-Touren als wirtschaftlich sinnvolle Alternative zum Walfang stark gemacht.

Berlin (dpa) - Gemeinsam mit der Walschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation Society (WDCS) stellte sie am Mittwoch in Berlin einen Ratgeber «Walbeobachtung in Europa» vor. «Die Nutzung der Wale sollte mit der Kamera statt mit der Harpune erfolgen», sagte Künast.

Bei der 55. Jahrestagung der Internationalen Walfang-Kommission vom 16. bis 19. Juni in Berlin will sich die Ministerin für die Aufrechterhaltung des seit 1986 geltenden allgemeinen Fangstopps einsetzen. Zudem soll eine Resolution eingebracht werden, um den so genannten wissenschaftlichen Walfang stärker zurückzudrängen. Dieser sei mit für den Rückgang der Walbestände verantwortlich. «Deshalb brauchen wir an dieser Stelle einen ganz konsequenten Schutz der Bestände», sagte Künast. Das könne nur den kompletten Verzicht auf die Jagd bedeuten.

 


© ArtToday

Walbeobachtung statt Walfang: Grauwal vor der Baja California, Mexiko.

 

Der wirtschaftliche Nutzen aus dem Walbeobachtungs-Tourismus ist Künast zufolge größer und dauerhafter als derjenige aus dem Verkauf getöteter Tiere. Der jetzt veröffentlichte Ratgeber soll laut WDCS als Anregung für Touristen und Regierungen dienen, Wale und Delfine umwelt- und tiergerecht zu beobachten. Die Touristen könnten Künast zufolge dann auch einen sanften Druck auf Länder ausüben, die wie Island einerseits Walbeobachtungen anbieten aber andererseits vorhaben, künftig 250 Wale pro Jahr zu wissenschaftlichen Zwecken zu fangen. Das könnte zu Unverständnis bei den Urlaubern führen, sagte Künast.

Die Walbeobachtung in Europa biete noch ein großes wirtschaftliches Potenzial, sagte Nicolas Entrup von der WDCS. So seien 1998 in Europa über 11 Millionen Euro direkt damit verdient worden, in Australien im gleichen Jahr jedoch fast 35,5 Millionen

 

 Mehr Informationen:

WDCS: Best Whale Watching in Europe (pdf)

IWC

vista verde: Meeressäuger

 

 Lesen Sie auch:

Meere: Seehundsterben könnte sich rasch wiederholen - Krach gefährdet Wale

Bundestag: Walfangverbot beibehalten

Südpolarmeer: Greenpeace kritisiert japanischen Walfang

UN-Konferenz: Schutz für Weißen Hai und Wale beschlossen

Walforschung: Kot-Analyse macht Fang überflüssig

Forschung oder Jagd? Walbeobachtung per Satellit

zurück zur vorherigen Seite    nach oben

News: Seite 1 | Politik | Natur | Wissenschaft| Wirtschaft
Rubriken: Home | Suche | News | Forum | Aktion
vista verde: Impressum | Hilfe | Werbung

 

© vista verde 2003
Alle Rechte vorbehalten
Jede Vervielfältigung - auch auszugsweise - bedarf der Genehmigung