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WWF: Plantagenholz nicht automatisch
umweltfreundlich
Holz und Papier aus Plantagen
ist nach Ansicht der Umweltstiftung WWF nicht immer umweltfreundlich
- eher im Gegenteil.
Frankfurt/Main (dpa) - Meist
schütze Plantagenwirtschaft die natürlichen Wälder
nicht vor Raubbau, teilte die Umweltstiftung World Wide Fund for
Nature (WWF) am Dienstag in Frankfurt mit. Zur Neuanlage von Plantagen
würden in vielen tropischen Ländern Urwaldflächen
gerodet und mit schnell wachsenden Baumarten wie Eukalyptus oder
Akazien bepflanzt. «Die Regenwälder auf der indonesischen
Insel Sumatra gleichen mittlerweile nur noch kleinen Inseln in
einem Meer aus Plantagen», kritisierte WWF.
Nach einer neuen WWF-Studie umfassen
Holzplantagen mit schnell wachsenden Bäumen weltweit inzwischen
10 Millionen Hektar - mit steigender Tendenz. Das entspricht rund
einem Drittel der Fläche Deutschlands. Werde die Papiernachfrage
nicht gebremst, müssten den Plantagen jährlich rund
eine Million Hektar Naturwald weichen. Plantagenwirtschaft sei
allerdings nicht grundsätzlich abzulehnen: Würden die
Plantagen auf bestehendem Brachland angelegt, könne dieser
Produktionsweg ökologisch gestaltet werden.
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