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- 22.05.2003 -

 

 

 

 


 

Bundestag: Walfangverbot beibehalten

Vor der Tagung der Internationalen Walfang-Kommission in Berlin hat sich der Bundestag für einen umfassenden Schutz der Wale ausgesprochen.

Berlin (dpa) - Knapp einen Monat vor der 55. Jahrestagung der Internationalen Walfang-Kommission (IWC) in Berlin hat sich der Bundestag ausdrücklich für einen umfassenden Schutz der Wale ausgesprochen. Redner aller Fraktionen forderten am Donnerstag im Plenum die Beibehaltung des geltenden Walfangverbots.

Erstmals wird vom 16. bis 19. Juni eine IWC-Tagung in Deutschland stattfinden. Dabei wollen die 49 IWC-Mitgliedstaaten unter anderem über die Beibehaltung des Walfangverbots und sowie über neue Schutzgebiete für Wale diskutieren. Das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot wird unter anderem von Japan, Norwegen und Russland immer wieder in Frage gestellt. Diese Länder streben eine Aufhebung des Moratoriums an.

In einem gemeinsamen Antrag von SPD, FDP und Grünen wird beklagt, dass die Walfangländer immer noch Schlupflöcher nutzten, um das kommerzielle Fangverbot zu umgehen: So fange Norwegen jährlich Hunderte Zwergwale nach einer eigenmächtig festgesetzten Quote. Japan habe für verschiedene Walarten Fangquoten festgesetzt und berufe sich dabei auf stark umstrittene wissenschaftliche Interessen.

Auch Island hat unter Verweis auf die Möglichkeit des wissenschaftlichen Walfangs beantragt, künftig 250 Wale pro Jahr fangen zu dürfen. Dagegen werde die Bundesregierung aber eine klare Gegenposition einnehmen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär im Verbraucherschutzministerium, Matthias Berninger (Grüne), in der Bundestagsdebatte. «Wir lehnen das vorgeschobene Argument des wissenschaftlichen Walfangs ab.»

Die Union sprach sich ebenfalls für die Fortsetzung des Walfangverbots aus, lehnte den fraktionsübergreifenden Antrag allerdings ab. Es fehle darin eine «Brücke» zwischen Walfängern und Walschützern, sagte die CDU-Abgeordnete Gitta Connemann und drängte darauf, einen «gemeinsamen Nenner» zu suchen. Grundsätzlich wolle sie aber nicht ausschließen, dass man in den weiteren parlamentarischen Beratungen zu einer gemeinsamen Position kommen könne.

 

 Mehr Informationen:

IWC

vista verde: Meeressäuger

 

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