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Affen:
Makaken tricksen Artgenossen aus
Auch Makaken verstehen sich
aufs Täuschen und Tricksen, haben zwei französische
Verhaltensforscher entdeckt.
(jkm) - Wie die Wissenschaftler
im "Journal of Comparative Psychology" berichten, können
die Tiere Artgenossen gezielt in die Irre führen oder Unwissenheit
heucheln, wenn es um einen versteckten Leckerbissen geht.
"Wir haben gezeigt, dass
Makaken ihre Partner betrügen können", so Bernard
Thierry von der Universität Strasbourg. "Unsere Resultate
lassen vermuten, dass das Zurückhalten von Information bei
Makaken an der Tagesordnung ist."
Thierry und seine Kollegin Ana
Maria Ducoing arbeiteten mit vier männlichen Tonkeamakaken
(Macaca tonkeana). Die Tiere nahmen unterschiedliche Rangpositionen
in einer Makakengruppe ein, die einen rund 0,8 Hektar großen
Park bewohnte.
Die Forscher versteckten einen
Leckerbissen auf dem Gelände und ließen einen ihrer
"Probanden" dabei zusehen. Durften der Makak und ein
Artgenosse sich dann frei in dem Park bewegen, zeigten sich je
nach Rang der Tiere erstaunlich Verhaltensunterschiede.
Stand der "wissende"
Makak in der Hierarchie über dem "unwissenden",
steuerte er direkt auf das Versteck zu und sicherte sich den Leckerbissen.
Ganz anders dagegen, wenn er einen deutlich niedrigeren Rang in
der Gruppe einnahm: In diesem Fall versuchte er alles, um seinen
höherrangigen Begleiter abzuschütteln, lief mitunter
in die falsche Richtung oder hielt inne, sobald er sich beobachtet
fühlte.
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