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Sumatra: Billigkaffee schadet Wildtieren
Der Anbau der preiswerten Kaffeesorte
"Robusta" bedroht den Bestand indonesischer Wildtiere.
(jkm) - Das geht aus einer Studie
der "Wildlife Conservation Society" hervor. Demnach
schadet der Billigkaffee Bauern wie Natur gleichermaßen:
Die Bauern erzielen wegen des Überangebots von "Robusta"-Kaffee
keine Gewinne mehr, während gleichzeitig ständig wachsende
Anbauflächen einen indonesischen Nationalpark zerstören.
Die Ergebnisse ihrer Studie stellen
Timothy O´Brien und Margaret Kinnaird im Magazin "Science"
vor. Sie kritisieren, dass die größten indonesischen
Kaffeeplantagen bis in den "Bukit Barisan Selatan National
Park" hinein reichen. Weil die Kaffeebauern die Urwälder
roden, habe das Naturreservat seit 1985 bereits 28 Prozent seiner
Waldfläche verloren. Dadurch würden die Elefanten, Nashörner
und Tiger Sumatras in ihrem Bestand bedroht.

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ArtToday
Sumatra-Tiger:
Kaffeeplantagen
bedrohen den Bestand indonesischer Wildtiere.
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Preisverfall führte zu
Ausweitung der Plantagen
Verantwortlich für den Kahlschlag
im Nationalpark sei letztlich der verschärfte Wettbewerb
im Kaffeehandel, schreiben die Autoren. Die Lage habe sich seit
1989 zugespitzt, nachdem die USA die "International Coffee
Organization" (ICO) verlassen hatten. Die ICO - ein Kartell
der Vereinten Nationen - hatte versucht, den Kaffeeproduzenten
Mindestpreise für ihre Ware zu garantieren. Der Ausstieg
der USA als Hauptabnehmer von "Robusta"-Kaffee ließ
den Weltmarktpreis für die Sorte auf die Hälfte einbrechen.
Zwischen 1994 und 1999 stiegen zudem die Lebenshaltungskosten
in Indonesien um 150 Prozent.
Die indonesischen Kaffeebauern
versuchten der Entwicklung mit einer Ausweitung ihrer Plantagen
zu begegnen. Der Vergrößerung fallen ständig weitere
Flächen des Regenwaldes zum Opfer. Indonesien wuchs zum zweitgrößten
Produzenten des Billigkaffees, nur Vietnam baut mehr "Robusta"
an. Weltweit ist Indonesien der viertgrößte Kaffee-Exporteur.
Die USA als Hauptabnehmer von
"Robusta"-Kaffee könnten den Kahlschlag der Wälder
stoppen, schreiben O´Brien und Kinnaird. Sie fordern, die
Vereinigten Staaten müssten in das ICO-Kartell zurückkehren
und sich für einen umweltfreundliche Anbau einsetzen. Auch
Kaffeetrinker könnten einen Beitrag leisten, indem sie beim
Einkauf Billigkaffee mieden und fair gehandelten Ökokaffee
bevorzugten.
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