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Australien: Ökosysteme unter Druck
In Australien stehen Hunderte
von Tierarten vor dem Aussterben. Eine neue Studie belegt, dass
der Kontinent den Schutz regionaler Lebensräume vernachlässigt.
(jkm) - Die von der australischen
Regierung in Auftrag gegebene Studie listet nahezu 3000 lokale
Ökosysteme auf, die zu verschwinden drohen. Die Hälfte
davon sei praktisch nicht mehr zu retten, vermerkt der Abschlussbericht
"Australian Terrestrial Biodiversity Assessment 2002".
Nach Angaben des australischen
Senders ABC nennt die Studie exakt 2891 Brennpunkte, an denen
die natürlichen Lebensgemeinschaften zu verschwinden drohen.
Verantwortlich sind unter anderem Bebauung und Flurbereinigung,
der jährlich rund 500.000 Hektar Fläche zum Opfer fallen.
Vier von zehn Feuchtgebieten befänden
sich in schlechtem Zustand, kritisiert die Studie. Vögel
seien in 240 von 384 untersuchten Lebensräumen in Gefahr.
Ein besonders großer Artenschwund droht im Süden des
Kontinents: Nur in acht Regionen gibt es keine bedrohten Tierarten.

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ArtToday
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Der Rotnackenlori lebt im
Norden Australiens. Vögel sind laut der Studie in zwei
Dritteln der untersuchten Lebensräume in Gefahr.
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Studie ist ein Warnsignal
Die Entwicklung habe sich bereits
in Umweltberichten der Jahre 1996 und 2001 abgezeichnet, sagte
der Biologe Denis Saunders gegenüber ABC. Die jetzt erstmals
den ganzen Kontinent betreffende Untersuchung bestätige den
negativen Trend.
Die Studie sei ein Warnsignal,
kommentiert David Butcher vom australischen Worldwide Fund for
Nature (WWF): "Die Studie sagt uns, dass wir die Umweltprobleme
ignorieren und die biologische Vielfalt aufs Spiel setzen."
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