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Dramatischer Rückgang afrikanischer
Menschenaffen
Einen extremen Populationseinbruch
haben Menschenaffen in Gabun erfahren.
(jkm) - Von 1983 bis 2000 ist
die Zahl der Schimpansen und Gorillas in dem äquatorialafrikanischen
Staat um 56 Prozent gefallen. Dies berichtet eine internationale
Gruppe von Forschern und Naturschützern im Fachmagazin "Nature".
Statt wie bisher als "gefährdet" sollten die Arten
als "kritisch gefährdet" eingestuft werden, so
die Autoren.
"Dies ist ein katastrophaler
Rückgang der großen Affen in einem Gebiet, dass den
Großteil der weltweit verbliebenen Populationen beherbergt",
sagt Peter Walsh von der Princeton University, New Jersey. Die
Ursachen seien Holzeinschlag, die dadurch erleichterte Jagd auf
die Tiere und die jüngsten Ebola-Ausbrüche in Gabun.
Wenn nicht umgehend Maßnahmen zum Schutz ergriffen würden,
könnten die nächsten Verwandten des Menschen binnen
eines Jahrzehnts am Rande des Aussterbens stehen.
Walsh und seine Kollegen verglichen
ihre zwischen 1998 und 2002 gesammelten Daten mit denen früherer
Untersuchungen über den Bestand von Gorillas (Gorilla gorilla)
und Schimpansen (Pan troglodytes) in Gabun. Der Staat besitzt
immer noch 80 Prozent seines ursprünglichen Waldes. Zusammen
mit der angrenzenden Republik Kongo gilt er daher als letzte Zuflucht
der zwei Affenarten, deren Lebensräume in West- und Ostafrika
weitgehend vernichtet worden sind.
"Wenn Schimpansen und Gorillas
selbst in Gabun Schwierigkeiten haben, einem für seine unberührten
und zusammenhängenden Wälder bekannten Gebiet, dann
haben wir es beim Schutz der Tiere mit einer die gesamte Art betreffenden
Krise zu tun", erläutert Lee White von der Wildlife
Conservation Society in New York. Um den Niedergang aufzuhalten,
seien massive Investitionen in die Ebola-Vorbeugung, die Durchsetzung
bestehender Gesetze und in das Management von Schutzgebieten nötig.
"Es braucht den politischen Willen und es braucht Geld",
erläutert Walsh, "an beidem hat es in der Vergangenheit
gemangelt."
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