|
Auf Kabeljau verzichten: Greenpeace empfiehlt
Hering und Makrele
Die Umweltorganisation Greenpeace
hat die Verbraucher aufgefordert, auf bestimmte Fischarten wie
Kabeljau, Tunfisch oder Heilbutt zu verzichten.
Hamburg (dpa) - «Empfohlen
wird dagegen der Verzehr von Hering und Makrele», sagte
Greenpeace Meeresbiologe Thilo Maack am Donnerstag bei der Präsentation
des Einkaufsführers «Fisch&Facts». In dem
Einkaufsführer warnt die Organisation vor Fang und Kauf bestimmter
Fische, weil sie überfischt oder mit vielen Schadstoffen
belastet seien. Die Bestände von Nordseekrabben und Seelachs
seien groß genug. Aus Bio-Aquakulturen könnten Karpfen,
Lachs und Forelle empfohlen werden.
Kabeljau dürfte dagegen
überhaupt nicht mehr gefischt werden, sonst gebe es bald
keinen mehr. Sein Bestand in der Nordsee sei auf ein «historisches
Minimum» gesunken. Rund 70.000 Tonnen würden immer
noch gefangen, das sei viel zu viel, meinte Maack. Gefährdet
sei auch der Alaska-Seelachs, der vor allem in Fischstäbchen
Verwendung finde.
Fetthaltige Arten wie Tunfisch,
Heilbutt und Aal seien stärker belastet als andere. Trotz
der dramatischen Situation sei die Nachfrage nach Fisch ungebremst
hoch.
«Fisch aus gesunden Beständen
ist als Lebensmittel zu empfehlen», sagte Maack. Die Einrichtung
von Schutzgebieten könnte zur Erholung der Bestände
beitragen, ebenso wie der Konsum-Verzicht bestimmter Fischarten.
|