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Klimawandel: Gefrierender Regen gefährdet
Tierwelt
Die Klimaerwärmung könnte
dem hohen Norden in Zukunft mehr Eisregen bringen, der den Huftieren
die winterliche Futtersuche unmöglich machen würde.
(jkm) - Dicke Schneedecken können
Rentier, Karibu oder Elch normalerweise nicht aus der Ruhe bringen.
Doch wenn Eisregen durch den Schnee sickert und darunter einen
festen Panzer bildet, dann wird es für die Tiere Skandinaviens,
Kanadas oder Alaskas gefährlich. In den nächsten Jahrzehnten
werde der Klimawandel die lebensbedrohlichen Eisregen begünstigen,
warnen jetzt zwei amerikanische Forscher.
Jaakko Putkonen und Gerard Roe
von der Universität Washington in Seattle glauben, der Eisregen
werde Huftieren die winterliche Futtersuche unmöglich machen.
Zum einen verhindere eine Eisdecke das Wühlen der Tiere im
Schnee. Zum anderen begünstige der Luftabschluss die Ausbreitung
von Pilzen und Bakterien. Selbst bei Einsetzen des Tauwetters
finden die Huftiere dann in ihren Revieren kein Gras mehr vor.

©
ArtToday
Nordamerikanischer
Elch oder Wapiti bei der winterlichen Futtersuche im Yellowstone
Nationalpark.
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In einem Bericht für die
"Geophysical Research Letters" verweisen die Forscher
auf den beispielhaften Winter des Jahres 1996. Damals wurde das
norwegische Spitzbergen von zwei heftigen Winterstürmen heimgesucht.
Unter dem Schnee entstand bei minus 7 Grad Celsius eine dicke
Eisdecke. Diese sorgte direkt auf dem Erdboden für vergleichsweise
"milde" 0 Grad Celsius und begünstigte so die Fäulnis.
Bis zum Jahr 2080 werde es 40
Prozent mehr derartige Winter geben, sagen Putkonen und Roe voraus.
Betroffen wären ihren Berechnungen zufolge Nordeuropa, das
westliche Russland und der Norden des nordamerikanischen Kontinents.
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