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Sorge um Lederschildkröten:
Uralte Meeresbewohner sterben aus
Die Lederschildkröte ist
nicht nur die älteste und größe, sie ist auch
die am stärksten vom Aussterben bedrohte Meeresschildkröte.
(jkm) - Trotz aller Bemühungen
zum Schutz der Tiere ist der weltweite Bestand auf ein Rekordtief
gesunken, warnt ein amerikanischer Biologe.
"Die Tiere haben über
100 Millionen Jahre überlebt, haben Klimawandel und Asteroiden-Einschläge
überstanden, aber in zehn bis zwanzig Jahren werden sie ausgestorben
sein, wenn wir den dramatischen Rückgang nicht in internationaler
Zusammenarbeit stoppen", warnt Larry Crowder von der Duke
University. Auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Gesellschaft
zur Förderung der Wissenschaften (AAAS) sagte Crowder, im
Pazifik gebe es nicht einmal mehr 1500 Schildkröten-Weibchen.

©
NOAA
Eine Lederschildkröte
gräbt ein Nest zur Eiablage an der Küste Floridas.
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Die Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) wird bis
zu 2,50 Meter lang, 1,80 Meter breit und an die 900 Kilogramm
schwer. Sie war einst in allen tropischen Meeren zu Hause, doch
in den letzten Jahrzehnten machte vor allem der industrielle Fischfang
den Tieren das Leben schwer. Zum einen geraten sie häufig
in die Schleppnetze der Fangflotten, zum anderen fallen viele
ihrer Nester am Strand der Zerstörung zum Opfer.
Weil die Lederschildkröten
in vier verschiedenen Regionen der Welt ihre Eier ablegen und
auf ihren Wanderungen zahlreiche Staatsgrenzen überschreiten,
sind Schutzmaßnahmen nur schwer zu koordinieren, bedauert
Crowder. Die Zahl der Weibchen, die es noch zur Eiablage schaffen,
sei innerhalb von 22 Jahren um 95 Prozent gesunken. Derzeit zähle
man in Indonesien noch etwa 900 weibliche Exemplare, in Mexiko
45 und in Costa Rica 55. An der Küste Malaysias wurden gar
nur noch zwei Schildkröten bei der Eiablage gesichtet.
Doch Crowder hat auch Positives
zu berichten: Seit die Fischer in Mexiko und den USA Netze mit
speziellen Notausgängen für Schildkröten einsetzen,
stieg die Zahl der Tiere in den entsprechenden Fanggründen
wieder deutlich an. Crowder sieht darin ein Zeichen, dass das
Schicksal der Lederschildkröten noch nicht besiegelt ist.
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