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Meere:
Fischfarmen tragen zur Überfischung
bei
Aquakulturen könnten den
Druck auf frei lebende Fische lindern und so für eine Erholung
der Bestände sorgen. Das Gegenteil ist der Fall, hat eine
Studie des WWF ergeben.
(jkm) - Pro Kilogramm Farmfisch
müssen demnach vier Kilogramm wilde Fische gefangen werden,
um die Zuchttiere zu ernähren. Die Naturschutzorganisation
drängt daher auf die Entwicklung alternativer Nahrungsquellen.
"Aquakultur ist eine zusätzliche
Möglichkeit, Verbraucher mit Speisefisch zu versorgen",
so Heike Vesper, Fischereireferentin des WWF Deutschland. "Doch
dürfen die Fischfarmen ihrerseits nicht große Mengen
an frei lebendem Fisch verbrauchen und dadurch zur Überfischung
beitragen." Als mögliche Alternativen nennt die Organisation
pflanzliche Proteine, Fischreste oder Beifang.
Der Studie zufolge wird ein Drittel
des weltweit gefangenen Fischs zu Fischöl und Fischmehl verarbeitet.
Hauptproduzent sei die Industriefischerei im Nordostatlantik und
entlang der Küsten Chiles und Perus. Von den zwei Produkten
würden 70 bzw. 34 Prozent letztlich wieder in Fischfarmen
verfüttert.
Für die Bestände von
Sardinen oder Blauem Wittling habe die wachsende Nachfrage bereits
jetzt schwer wiegende Folgen. So seien im Jahr 2001 1,8 Millionen
Tonnen Blauer Wittling gefangen worden, mehr als das Doppelte
der festgelegten Fangquote. Unter dieser Überfischung hätten
auch andere Fische, Meeressäuger und Seevögel zu leiden,
denen die Art als Nahrung diene.
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