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- 11.02.2003 -

 

 

 

 


 

Amerika: Wälder stark fragmentiert

In den Vereinigten Staaten gibt es kaum noch große, zusammenhängende Waldflächen.

(jkm) - Zwar hat die insgesamt bewaldete Fläche in einigen Gebieten leicht zugenommen, an den wenigsten Stellen ist man jedoch deutlich über einen Kilometer vom nächsten Waldrand entfernt. Das berichten amerikanische Forscher im Fachblatt "Ecosystems".

"Unsere Resultate zeigen, dass die Wälder über große Entfernungen hinweg miteinander verbunden sind", schreiben Kurt Riitters vom US Forest Service in Research Triangle Park, North Carolina, und seine Kollegen, "gleichzeitig ist die Fragmentierung jedoch allgegenwärtig. Randeffekte könnten daher ökologische Prozesse auf den meisten bewaldeten Flächen beeinflussen."

Riitters und seine Kollegen analysierten Satellitenaufnahmen mit einer Auflösung von 30 mal 30 Metern (0,09 Hektar), um die Ausdehnung der Wälder und deren räumliche Muster auf unterschiedlichen Größenskalen zu ermitteln. Demnach liegen rund 44 Prozent aller Waldflächen in den USA höchstens 90 Meter, 62 Prozent höchstens 150 Meter und weniger als ein Prozent der Waldflächen mehr als 1.230 Meter vom nächsten Waldrand entfernt. Wo es Wälder gibt, bestimmen sie jedoch das Landschaftsbild: Fast drei Viertel aller Waldflächen liegen in Gebieten, die zu mindestens 60 Prozent bewaldet sind.

"Die meisten der tief im Wald gelegenen Flächen befinden sich im öffentlichen Eigentum oder sind für Landwirtschaft oder Städtebau nicht geeignet", erläutert Riitters. Vor allem entlang größerer Flüsse, in der Nähe von Städten oder auf fruchtbaren Böden seien solche Flächen bereits vor längerer Zeit gerodet worden.

Zwar können zahlreiche Tier- und Pflanzenarten die abrupt wechselnden Umweltbedingungen am Waldrand für sich nutzen. Umgekehrt stellen Waldränder jedoch für viele Arten Hindernisse dar. Einen ähnlichen Effekt haben künstliche Strukturen.

Erst kürzlich hatten Forscher der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg ermittelt, dass die zwischen Straßen und Siedlungen verbliebenen "Maschen" in den letzten 70 Jahren von etwa 22,9 auf 13,7 Quadratkilometer geschrumpft sind. Eine solche Landschaftszerschneidung gilt als eine Ursache des Artenverlusts und beeinflusst Faktoren wie Wasserhaushalt oder Bodenstruktur.

 

 Mehr Informationen:

USDA Forest Service

The State of the Nation's Ecosystems: Forest Pattern and Fragmentation

 

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