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Amerika: Wälder stark fragmentiert
In den Vereinigten Staaten
gibt es kaum noch große, zusammenhängende Waldflächen.
(jkm) - Zwar hat die insgesamt
bewaldete Fläche in einigen Gebieten leicht zugenommen, an
den wenigsten Stellen ist man jedoch deutlich über einen
Kilometer vom nächsten Waldrand entfernt. Das berichten amerikanische
Forscher im Fachblatt "Ecosystems".
"Unsere Resultate zeigen,
dass die Wälder über große Entfernungen hinweg
miteinander verbunden sind", schreiben Kurt Riitters vom
US Forest Service in Research Triangle Park, North Carolina, und
seine Kollegen, "gleichzeitig ist die Fragmentierung jedoch
allgegenwärtig. Randeffekte könnten daher ökologische
Prozesse auf den meisten bewaldeten Flächen beeinflussen."
Riitters und seine Kollegen analysierten
Satellitenaufnahmen mit einer Auflösung von 30 mal 30 Metern
(0,09 Hektar), um die Ausdehnung der Wälder und deren räumliche
Muster auf unterschiedlichen Größenskalen zu ermitteln.
Demnach liegen rund 44 Prozent aller Waldflächen in den USA
höchstens 90 Meter, 62 Prozent höchstens 150 Meter und
weniger als ein Prozent der Waldflächen mehr als 1.230 Meter
vom nächsten Waldrand entfernt. Wo es Wälder gibt, bestimmen
sie jedoch das Landschaftsbild: Fast drei Viertel aller Waldflächen
liegen in Gebieten, die zu mindestens 60 Prozent bewaldet sind.
"Die meisten der tief im
Wald gelegenen Flächen befinden sich im öffentlichen
Eigentum oder sind für Landwirtschaft oder Städtebau
nicht geeignet", erläutert Riitters. Vor allem entlang
größerer Flüsse, in der Nähe von Städten
oder auf fruchtbaren Böden seien solche Flächen bereits
vor längerer Zeit gerodet worden.
Zwar können zahlreiche Tier-
und Pflanzenarten die abrupt wechselnden Umweltbedingungen am
Waldrand für sich nutzen. Umgekehrt stellen Waldränder
jedoch für viele Arten Hindernisse dar. Einen ähnlichen
Effekt haben künstliche Strukturen.
Erst kürzlich hatten Forscher
der Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg
ermittelt, dass die zwischen Straßen und Siedlungen verbliebenen
"Maschen" in den letzten 70 Jahren von etwa 22,9 auf
13,7 Quadratkilometer geschrumpft sind. Eine solche Landschaftszerschneidung
gilt als eine Ursache des Artenverlusts und beeinflusst Faktoren
wie Wasserhaushalt oder Bodenstruktur.
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