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- 07.02.2003 -

 

 

 

 


 

Rückkehr:

Wieder Amurtiger in China

Naturschützer der Wildlife Conservation Society haben die ersten Fotos eines wilden Amurtigers in China geschossen.

(jkm) - In freier Wildbahn leben nur noch 250 bis 400 Exemplare des größten aller Tiger, überwiegend in Sibirien. Aufgrund Wilderei und Zerstörung ihres Lebensraums galt die Art in China als ausgestorben. Schutzkorridore scheinen den Großkatzen nun die Rückkehr in das Reich der Mitte zu erlauben.

Wie die Naturschutzorganisation mitteilt, hatte ein nordchinesischer Bauer den Fund einer Stute gemeldet, die in einem Kornfeld gerissen worden war. Am nächsten Morgen entdeckten die herbeigeeilten Fachleute, dass der Kadaver von einem Tiger in einen nahe gelegenen Wald geschleift worden war. Da der Tierkörper noch fast unversehrt war, wurde eine Foto-Falle aufgebaut. Am nächsten Tag hielten die Naturschützer drei gestochen scharfe Fotos eines Amurtigers in der Hand. Das Tier hatte sich bei seinem Mahl weder von der Kamera noch vom Blitzlicht stören lassen.

Für die Tierschützer sind diese Fotos der Beweis für den Erfolg ihrer Arbeit. Erst im Jahr 2001 hatten sie geholfen, das Hunchun-Naturschutzgebiet in der Provinz Jilin einzurichten. Das Schutzgebiet bildet einen Korridor nach Sibirien, wo noch Restbestände der Tiger leben. Sie sollen über den Korridor nach China einwandern und ihre einstigen Lebensräume wiederbevölkern.

 


© ArtToday

Der Sibirische Tiger zählt weltweit zu den zehn am stärksten bedrohten Tierarten (Archivbild).

 

Amurtiger (Panthera tigris altaica) waren eine der ersten Großkatzenarten, die in Zoos nachgezüchtet wurde, um ihr endgültiges Aussterben zu verhindern. "Dieses Foto von einem wilden Tiger im Hunchun-Naturschutzgebiet verdeutlicht nicht nur den gegenwärtigen Fortschritt, es ist auch ein schöner Beginn für die zukünftige Rettung des Amurtigers", freut sich Endi Zang von der WCS.

 


© Wildlife Conservation Society

Artenschützern gelang jetzt im Hunchun-Reservat das erste Foto eines Sibirischen Tigers in China.

 Mehr Informationen:

Wildlife Conservation Society

Sibirischer Tiger

Greenpeace

WWF

vista verde: Raubkatzen

 

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