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EU-Kommission:
Zuschüsse für Vieh-Exporte
gestrichen
Die EU-Kommission streicht
aus Gründen des Tierschutzes Zuschüsse für Vieh-Exporte.
Brüssel (dpa) - Wie die
Brüsseler Behörde am Montag mitteilte, gewährt
sie ab sofort keine Ausfuhrerstattungen mehr für lebende
Rinder. Einzige Ausnahmen sei der Export von Schlachtvieh aus
der Union nach Ägypten und in den Libanon. In diesen Ländern
werden traditionell eine große Menge solcher Tiere importiert.
Dies sei auf den religiösen Schlachtritus zurückzuführen.
Einschränkungen gibt es
auch bei der Ausfuhr reinrassiger Zuchttiere. Geld gibt es den
Angaben zufolge nur noch für bis zu 30 Monate alte weibliche
Tiere. Bei älteren Tieren mit niedrigem Zuchtwert bestehe
ein größeres Risiko, dass sie kurz nach dem Export
geschlachtet werden.
Bundesverbraucherschutzministerin
Renate Künast (Grüne) hatte sich in der Vergangenheit
im Kreise ihrer EU-Kollegen wiederholt für die Streichung
der europäische Zuschüsse für Schlachtvieh-Exporte
stark gemacht. Jährlich werden bislang mehrere hunderttausend
lebende Rinder zu Schlacht- und Zuchtzwecken auf Lastwagen und
Schiffen viele Tage lang in Drittstaaten ausgeführt.
Nach Ansicht von Künast und
mehreren Umwelt- und Tierschutzverbänden kommt es dabei immer
wieder zu Verstößen gegen Tierschutzregeln. Besser
sei es, die Tiere im nächstgelegenen Schlachthof zu töten
und das Fleisch zu exportieren.
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