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Fregattvögel: Tag und Nacht auf
Achse
Wenn Fregattvögel sich
auf Nahrungssuche begeben, sind sie Tag und Nacht unterwegs. Dank
einer extrem energiesparenden Flugtechnik können die Vögel
fast 100 Stunden ohne Pause in der Luft bleiben. Angesichts eines
dürftigen Nahrungsangebotes ist das auch nötig.
(jkm) - Fregattvögel sind
in vielerlei Hinsicht extrem. Bei einer Flügelspannweite
von bis zu 2,3 Metern bringen die Vögel maximal 1,5 Kilogramm
auf die Waage. Und obwohl sie die meiste Zeit über dem Meer
verbringen, besitzen sie weder ein wasserfestes Gefieder noch
Schwimmhäute. Vielmehr fischen sie ihre Beute im Flug aus
dem Meer.
Der französische Biologe
Henri Weimerskirch vom Centre d'Etudes Biologiques de Chizé
in Villiers en Bois und seine Kollegen entdeckten nun eine weitere
Besonderheit: Dank ihres Körperbaus können Fregattvögel
hauptsächlich mit Sonnenergie fliegen und sich so an nahrungsarmen
Gewässern behaupten, berichten die Wissenschaftler im Magazin
"Nature".
Die Forscher versahen Prachtfregattvögel
(Fregata magnificens) an der Küste Französisch-Guayanas
mit Höhenmessern und Satellitensendern. Auf diese Weise ermittelten
sie, dass manche Beutezüge sich über mehr als 430 Kilometer
erstrecken und bis zu 94 Stunden dauern.
Dabei nutzen die Vögel jede
noch so schwache Thermik, um sich auf 2.500 Meter Höhe zu
schrauben. Von dort treten sie dann den Gleitflug in die gewünschte
Richtung an - meist zur nächsten Aufwindzone. Denn nur alle
acht Stunden entdeckten die Tiere eine Stelle, an der Beutetiere
von Thunfischen oder Delphinen zur Meeresoberfläche getrieben
wurden.
Selbst unter langlebigen Vögeln
stellten Fregattvögel mit ihrer geringen Fortpflanzungsrate
und ihrer Lebenserwartung von bis zu 30 Jahren eine Ausnahme dar,
schreiben Weimerskirch und seine Kollegen. "Zusammen mit
der ungewöhnlichen Morphologie und Strategie der Nahrungssuche
sind dies Beispiele einer extremen Anpassung an wenig ertragreiche
tropische Gewässer."
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