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Riffschutz:
Lauschangriff auf Sprengstofffischer
Mit Hilfe von Unterwassermikrofonen
könnten Behörden zukünftig Jagd auf Fischer machen,
die mit Sprengstoffen arbeiten und dabei schwere Schäden
an Riffen anrichten.
(jkm) - Obgleich seiner verheerenden
Auswirkungen wegen verboten, ist Sprengstofffischen an den Küsten
des indischen Ozeans nach wie vor verbreitet. Einer der Gründe
ist, dass viele Explosionen schlicht unentdeckt bleiben. George
Woodman und seine Kollegen von der Hong Kong University of Science
and Technology wollen dies ändern.
Das von ihnen entwickelte System
arbeitet mit zwei Sätzen von Hydrophonen - Schleppbojen,
die auf Explosionen in einer Entfernung von bis zu 30 Kilometern
ansprechen. Aus der leicht unterschiedlichen Laufzeit des Schalls
zu den drei Sensoren berechnet ein Computer die Position der Schallquelle
selbst auf zehn Kilometer Entfernung mit einer Genauigkeit von
30 Metern.
Ähnliche Entwicklungen waren
bislang an Pistolenkrebsen gescheitert. Diese Riffbewohner erzeugen
mit ihren Scheren laute Knallgeräusche, um Beute zu betäuben
oder Feinde und Rivalen zu vertreiben. Der Schlüssel zur
Unterscheidung der Geräusche liegt in ihrer Energiesignatur,
fanden Woodman und seine Kollegen.
Das kurze Knallen eines Pistolenkrebses
ist auf geringe Distanz zwar laut, enthält insgesamt aber
nur wenig Schallenergie. Umgekehrt enthalten Explosionsgeräusche
sehr viel mehr Energie, die sich jedoch über einen größeren
Zeitraum verteilt. Erste Versuche in einem Nationalpark in Malaysia
waren erfolgreich, , berichtet das Magazin "New Scientist".
An zehn Tagen registrierte das System insgesamt 15 Explosionen.
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