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Feldgrille: Insekt des Jahres 2003
Klein, bullig, schreckhaft:
Die Feldgrille ist das Insekt des Jahres 2003.
(jkm) - Die schwarz gefärbten
und bis zu zwei Zentimeter langen Tiere sind vor allem wegen ihres
Zirpens bekannt. Durch den Verlust ihrer Lebensräume sind
sie jedoch in vielen Landschaften vom Rückgang betroffen
und in manchen Gegenden bereits ausgestorben.
Seit 1999 proklamiert ein Kuratorium
aus Wissenschaftlern alljährlich ein "Insekt des Jahres",
um auf die weitweit artenreichste Tiergruppe aufmerksam zu machen.
Rund 60 Prozent aller bislang beschriebenen Tierarten sind Insekten,
insgesamt liegt ihr Anteil vermutlich bei 90 Prozent. Aufgrund
der Zerstörung ihrer Lebensräume werden viele der Arten
jedoch aussterben, bevor man sie überhaupt zu Gesicht bekommen
hat.

Foto: F.
Julich
Das Weibchen
ist an der Legeröhre gut zu erkennen. Da es keine
Musik macht, sind die Flügel einfacher als beim Männchen.
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Oft gehört, selten gesehen
Unter den bisherigen "Insekten
des Jahres" waren Arten wie Florfliege oder Zitronenfalter,
die beinahe jedermann schon einmal gesehen hat. Bei der flugunfähigen
Feldgrille (Gryllus campestris) liegt der Fall anders: Vermutlich
haben die meisten Menschen an warmen Sommertagen schon einmal
das werbende Zirpen der Männchen gehört, eine Feldgrille
gesehen haben dürften sie die wenigsten. Nähert sich
ihnen jemand anderes als ein paarungswilliges Weibchen oder ein
Rivale, flüchten die Insekten nämlich in ihre bis zu
40 Zentimeter tief reichende Erdhöhle.
Feldgrillen sind sehr wärmebedürftig
und bevorzugen daher trockene, schütter bewachsene Böschungen
und Hänge, Feldraine, Heiden oder Äcker. Daher ist die
Art im Norden Deutschlands schon aus klimatischen Gründen
relativ selten. Die Zerstörung ihrer Lebensräume macht
den Tieren zusätzlich zu schaffen, so dass sie in einigen
Bundesländern bereits als stark gefährdet oder vom Aussterben
bedroht gilt.
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