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Neuseeland: Jagd frei auf den Fuchskusu
In Neuseeland gehen Naturschützer
und Pelzjäger eine überraschende Allianz ein. Gemeinsam
wollen sie die Fuchskusu-Plage in den Griff bekommen. Seit die
Beuteltiere nach Neuseeland eingeschleppt wurden, zerstören
sie die natürlichen Ökosysteme.
(jkm) - In Australien sorgen Dingos,
Schlangen und andere natürliche Feinde dafür, dass die
Zahl der Fuchskusus (Trichosurus vulpecula) - auch als australische
Opossums bekannt - auf einem verträglichen Niveau begrenzt
bleibt. In Neuseeland aber stiegen die Populationen des katzengroßen
Beuteltieres seit seiner Ankunft im Jahr 1837 stetig an. Mittlerweile
bevölkern 75 Millionen Exemplare die Insel und fressen nahezu
alles, was grün ist. Die neuseeländische Regierung lässt
per Hubschrauber vergiftete Köder ausstreuen, doch die Plage
scheint schon außer Kontrolle geraten.
Angesichts der Entwicklung haben
der WWF und andere Naturschutzorganisationen zugestimmt, Pelztierjäger
auf die Fuchskusus anzusetzen. Der Pelzmantel, in Tierschutzkreisen
bisher verpönt, soll zum Symbol des Naturschutzes werden
vorausgesetzt, die neuseeländischen Plagegeister wurden
dafür verarbeitet. Das Opossum besitze nach dem Polarbär
den wärmsten Pelz der Welt, wirbt bereits die neuseeländische
Marke "Ecofur" zu deutsch "Ökopelz".
Die ökologische Botschaft
trifft außerhalb Neuseelands noch auf taube Ohren. "Wir
bekommen eine Menge Hass-E-Mails", klagte jetzt Ben Van Dyke
von der "New Zealand Nature Company" gegenüber
dem Magazin "New Scientist". "In Übersee haben
die Leute einfach noch keine Ahnung von dem Problem."
Solange die amerikanischen und
europäischen Märkte von den Pelzen noch nichts wissen
wollen, können erlegte Fuchskusus zumindest nach Asien verkauft
werden. Dort schätzt man sogar das Fleisch der Tiere, dem
eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben wird.
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