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Umweltverbände:
Waldschäden bedrohen Trinkwasserqualität
Die alarmierenden Waldschäden
bedrohen nach Aussage von Umweltverbänden inzwischen die
Trinkwasserqualität in Deutschland.
Berlin (dpa) - Der Säuregehalt
in den Waldböden habe sich in den vergangenen 50 Jahren verhundertfacht,
warnten die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) und der Deutsche
Naturschutzring (DNR) am Mittwoch in Berlin. «Die Feinwurzeln
der Bäume sterben ab, und der Wald kann keine Schadstoffe
mehr aus dem Wasser herausfiltern.»
Die deutschen Wälder seien
trotz marginaler Verbesserungen in einem Besorgnis erregenden
Zustand, berichteten die Verbände unter Berufung auf Waldzustandsberichte
aus den meisten Flächenländern. Im Schnitt habe der
Anteil der Bäume ohne Schäden von 36 auf 39 Prozent
zugenommen. Der Anteil der Bäume mit deutlichen Schäden
sei von 22 auf 19 Prozent etwas zurückgegangen, bei 42 Prozent
gebe es leichte Schäden. Die Tanne sei inzwischen der am
meisten geschädigte Waldbaum Deutschlands. Auch Eiche und
Buche seien stark betroffen.
Die Schäden hätten
sich «auf hohem Niveau stabilisiert», sagte SDW-Geschäftsführer
Bernd Krebs. «Zusammengefasst ist das Öko-System Wald
krank.» Er warnte: «Irgendwann wird der Waldboden
umkippen - mit dramatischen Folgen.» Dann sei die Trinkwasserqualität
und -menge «latent bedroht».
Hauptursache der Waldschäden
sei die Luftverschmutzung. Der DNR forderte eine jährliche
Anhebung der Mineralölsteuer um 15 Cent und mehr Anstrengungen
der Bundesregierung beim Klimaschutz.
Der Wald im Süden Deutschlands
ist laut SDW stärker geschädigt als im Norden. In Bayern
nahm der Anteil der gesunden Bäume am Waldbestand um 5 Prozentpunkte
ab. Nur noch 29 Prozent der Bäume im Freistaat sind damit
ohne Schäden. In Niedersachsen sind das immerhin 57 Prozent
(plus 1 Prozentpunkt).
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