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WWF: Überfischung verursacht hohen
wirtschaftlichen Schaden
Die Überfischung der Meere
verursacht weltweit auch hohe wirtschaftliche Verluste, berichtet
die Umweltstiftung WWF in einer neuen Studie zum Fischfang.
Hamburg (dpa) - Weltweit ziehen
Fischer jährlich 20 Millionen Tonnen unerwünschten Beifang
aus dem Meer. Das teilte die Umweltstiftung WWF am Dienstag in
Hamburg mit. Diese zusätzlich zu den 85 Millionen Tonnen
Speisefisch gefangenen Meeressäuger, Seevögel und Fische
werden meist tot oder sterbend über Bord geworfen.
Die Überfischung der Meere
verursache weltweit auch hohe wirtschaftliche Verluste, berichtete
die Umweltstiftung, die in Hamburg eine neue Studie zum Fischfang
vorstellte. «Jährlich sterben Millionen Tonnen Fische
als Beifang, bevor sie laichfähig sind. Das führt dazu,
dass sie keine Nachkommen haben, die Fischbestände schrumpfen
und die Fischer immer weniger fangen können», kritisierte
WWF-Fischereireferentin Heike Vesper.
Weltweit seien 60 Prozent der
Speisefischbestände überfischt, in europäischen
Gewässern sogar 70 Prozent, sagte Vesper. Dadurch entstünden
wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe. «Die Dezimierung
der Kabeljau- und Dorschbestände in Nord- und Ostsee hat
die Fischerei allein im Jahr 2001 rund 400 Millionen Euro gekostet.»
WWF-Pressereferentin Gabriele Kranz ergänzte: «In den
Netzen der europäischen Garnelenfischerei sterben jährlich
Schollen im Wert von 18 Millionen Euro».
Ein Grund für die Dezimierung
der Fischbestände sei die verfehlte Fischereipolitik in der
EU. «Mit jährlich rund 1,4 Milliarden Euro wird die
Expansion eines Sektors subventioniert, der sich durch Übernutzung
seiner eigenen Grundlage beraubt», sagte Vesper.
Die Zuwendungen müssten
so umgeschichtet werden, dass sie umweltgerechte Fischfangtechniken
fördere. Die WWF forderte Verbraucherministerin Renate Künast
(Grüne) auf, sich auf der EU-Fischereiratssitzung in der
kommenden Woche in Brüssel dafür einzusetzen.
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