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Anstieg: Täglich sterben tausende
Tiere für die Forschung
Die Zahl der Tiere, die in
Deutschland bei Versuchen sterben, ist deutlich angestiegen.
Bonn (dpa) - Dies geht aus neuen
amtlichen Daten des Bundesverbraucherschutzministeriums hervor,
die am Freitag vom Deutschen Tierschutzbund in Bonn bekannt gemacht
wurden. Danach kam es im Jahr 2001 mit einer Zahl von 2,12 Millionen
Wirbeltieren wieder zu einem erheblichen Anstieg.
Sorgenkind Nummer Eins bleibe
die Grundlagenforschung, erläuterte der Tierschutzbund. Im
Vergleich zum Jahr 2000 gab es hier erneut einen deutlichen Anstieg
um 36 Prozent der verwendeten Versuchstiere auf 926.294 Wirbeltiere.
«Gerade im Bereich der Grundlagenforschung werden oft grausame
Versuche mit äußerst fragwürdigem Sinn durchgeführt»,
sagte der Präsident des Tierschutzbundes, Wolfgang Apel.
Die Zahl der gesetzlich vorgeschriebenen
Tierversuche bei der Herstellung und Qualitätskontrolle von
Produkten in der Human-, Tier- und Zahnmedizin sei um 35 Prozent
gestiegen. Extrem gestiegen sei auch die Anzahl der verwendeten
Fische und Vögel.
Für die steigende Zahl der
Versuchstiere sei insbesondere die Gentechnik verantwortlich.
«Im Forscherwahn werden hier Tieren, vor allem Mäusen
und Fischen, artfremde Gene eingesetzt oder Erbgutabschnitte ausgeschaltet,
um dann zu beobachten, welche Folgen dies bei den Nachkommen hat»,
sagte Apel.
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