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Elefanten: Bienen als Abschreckung
Aggressive Bienen könnten
für weniger Reibereien zwischen Elefanten und Menschen sorgen,
sind zwei Zoologen in Kenia überzeugt.
(jkm) - Strategisch positioniert,
könnten die Insekten die Dickhäuter davon abhalten,
sich über Felder herzumachen. Gleichzeitig könnte der
Bienenhonig das Einkommen der Bauern aufbessern, schreiben die
Forscher im Fachblatt "Naturwissenschaften".
Vor allem in der Nähe von
Schutzgebieten holen Elefanten sich ihre Nahrung oft von Feldern
und vernichten dabei ganze Ernten. Die berühmt-berüchtigte
afrikanische Honigbiene (Apis mellifera scutellata) könnte
diesen Besuchen jedoch einen Riegel vorschieben, glauben Fritz
Vollrath vom Mpala Research Center in Nanyuki und Iain Douglas-Hamilton
von der Organisation "Save the Elephant" in Nairobi,
Kenia.
Die auch als Killerbiene bezeichnete
Schwester unserer heimischen Honigbiene geht äußerst
aggressiv und hartnäckig gegen alles vor, was ihren Stöcken
zu nahe kommt. Vollrath und Douglas-Hamilton berichten nun, dass
Elefanten Bäume meiden, in denen bewohnte oder leer stehende
Nester der Biene hängen. Felder könnten daher durch
regelrechte "Minenfelder" aus Bienennestern geschützt
werden.
Wie die Online-Ausgabe des Magazins
"Nature" schreibt, sollen wütende Bienenschwärme
ganze Elefantenherden mehrere Kilometer weit gejagt haben. Auch
gegen Menschen gehen die Insekten vor, wenn sie sich bedroht fühlen.
Die Massai seien jedoch fähige Imker und für die Idee
der zwei Forscher vermutlich leicht zu begeistern, zitiert das
Magazin einen Experten.
Um die Dickhäuter von Feldern
fernzuhalten, sind bisher zahlreiche Methoden von Lärminstrumenten
bis hin zum Einsatz von Chili versucht worden - mit wechselndem
Erfolg. Gleichzeitig gibt es in manchen Gebieten mittlerweile
mehr Elefanten, als den Flächen zuträglich ist. Daher
plädieren einige Länder dafür, den Handel mit Elfenbein
im begrenzten Umfang wieder zu erlauben.
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