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Stockkäfer: Bienenschädling
in Australien aufgetaucht
Australische Insektenkundler
schlagen Alarm: Wieder einmal hat eine fremde Tierart den Weg
auf den fünften Kontinent gefunden.
(jkm) - In diesem Fall handelt
es sich um den Kleinen Stockkäfer, dessen Larven den Kollaps
ganzer Bienenvölker auslösen können. Die Experten
befürchten verheerende Folgen für die Imkerei und für
die bienenbestäubte Flora Australiens, falls dem Käfer
nicht schnellstens Einhalt geboten wird.
"Das bedeutet, dass wir den
Umgang mit den Stöcken und die Honigernte komplett umstellen
müssen", fürchtet Denis Anderson, Bienenkundler
der australischen Forschungsorganisation CSIRO. "Wenn der
Eindringling nicht aufgehalten werden kann, wird er sich zu einem
ernsten Problem und zu einem wichtigen Kostenfaktor für Australiens
Imker entwickeln."
Ursprünglich stammt der Kleine
Stockkäfer (Aethina tumida) aus dem Süden Afrikas. Seine
Larven fressen sich durch Bienenwaben, töten dabei die Bienenbrut
und setzen zudem ihren Kot im Honig ab. Der Honig beginnt zu faulen
und wird dadurch nicht nur für Menschen, sondern auch für
Bienen ungenießbar. Nimmt die Plage überhand, räumen
die Bienen angewidert das Feld.
Die afrikanischen Unterarten der
Honigbiene (Apis mellifera) haben im Laufe der Zeit gelernt, mit
dem Kleinen Stockkäfer umzugehen. Daher gilt der Käfer
in seinem Ursprungsgebiet als nur mäßig gefährlich.
Im Jahr 1998 tauchte die Art jedoch in Florida auf, traf dort
auf gänzlich unvorbereitete Bienen und richtete entsprechende
Verwüstungen an.
Inzwischen hat sich der Parasit
über mehrere südliche US-Bundesstaaten ausgebreitet.
Dabei halfen ihm nicht zuletzt die örtlichen Imker, die mit
ihren Völkern auf der Suche nach "Weidegründen"
oft große Strecken über Land fahren.
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