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Zoologe: Jäger sehen Füchse
als Konkurrenten bei der Jagd
Bei Füchsen wird aus
Sicht des Zoologen und Verhaltensforschers Erik Zimen die Schonzeit
bei der Jagd oft nicht eingehalten. Muttertiere sollten in der
Aufzuchtzeit ihrer Jungen unbedingt geschont werden.
Fulda (dpa) - «Das wird
vielfach aber nicht gemacht», kritisierte Zimen in einem
dpa-Gespräch. Bei Rehwild käme auch kein Jäger
auf die Idee, ein Muttertier zu schießen. Der in Niederbayern
lebende Zoologe gilt auch als Wolfs-Experte und hat unter anderem
an der Universität des Saarlandes das Verhalten des Fuchses
erforscht.
Viele Jäger sähen den
Fuchs als Konkurrenten für ihre Jagd auf Niederwild, sagte
Zimen. «Ein Kaninchen, das ein Fuchs greift, springt dem
Jäger von der Pfanne.» Füchse würden heute
so intensiv bejagt, weil der Jäger meine, er könne dann
mehr Beute machen. Die abnehmende Hasen-Population etwa sei nicht
auf den Fuchs, sondern auf den Menschen und die moderne Landwirtschaft
zurückzuführen, sagte Zimen, der selbst Jäger ist.
Nach Angaben des Deutschen Jagd-Verbandes wurden im Jagdjahr 2000/2001
rund 600.000 Füchse in Deutschland erlegt.
Die Gefahren der Fuchstollwut
und des Fuchsbandwurms sind für den Menschen nach Darstellung
Zimens sehr gering. Sie würden jedoch von Jägern gerne
angeführt, um ihr Alleinbegehungsrecht und Jagdrecht im Wald
zu rechtfertigen. Der Fuchs sei wegen der Ausrottung von Luchs,
Wolf und Bär bei uns das größte Raubtier, sagte
Zimen. «Die Vorstellung, dass der Fuchs etwas Gefährliches
ist, ist aber absurd.»
Zimen wandte sich dagegen, Füchse,
die zunehmend auch in Städten leben, zu verteufeln. «Warum
soll ein Fuchs nicht auch in einem öffentlichen Park in der
Stadt leben. Das ist doch was Schönes.» Zoos, die um
ihre wertvollen Tiere fürchteten, sollten sich mit besseren
Zäunen schützen.
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