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Erdmännchen: Kooperativer als Menschen
Erdmännchen gehören
zu den kooperativsten Säugetieren der Welt. Zu diesem Ergebnis
kommt ein internationales Forscherteam nach langjähriger
Feldforschung in Südafrika.
Hamburg (vv) - Dies berichtet
das Magazin "National Geographic Deutschland" in seiner
September-Ausgabe. Für die Forscher steht fest: Die Kooperation
unter Erdmännchen ist einzigartig.
Nach der Evolutionstheorie helfen
Säugetiere ihren nächsten Verwandten am meisten. Bei
Erdmännchen aber gilt Loyalität unabhängig vom
Verwandtschaftsgrad. Alle Tiere der Gruppe übernehmen soziale
Aufgaben und beteiligen sich an der Nachwuchsbetreuung. Egal,
ob sie mit ihm verwandt sind oder nicht.
Mit diesem Verhalten geben die
Tiere Verhaltensforschern eine Reihe von Fragen auf, denn nach
der Evolutionslehre bemisst sich der Erfolg eines Individuums
an der Zahl seiner Nachkommen. Manche Erdmännchen pflanzen
sich aber selber gar nicht fort, sondern widmen ihr Leben ganz
oder teilweise der Aufzucht von fremden Jungen.
Der Grund für dieses Verhalten
liegt für die Wissenschaftler in der Größe der
Gruppe begründet: Die nur knapp 30 Zentimeter großen
Tiere profitieren davon, in großen Gemeinschaften zu leben.
Je größer die Gruppe ist, desto mehr Tiere können
die Jungen füttern und für die Gruppe Wächteraufgaben
übernehmen. Dadurch steigen die Überlebenschancen.
Und gerade dies ist für
die possierlichen Tiere wichtig, denn trotz bester Fürsorge
überlebt nur jedes vierte Junge. Etwa die Hälfte der
Erwachsenen in der Population fällt Räubern, wie Adlern
oder Kobras zum Opfer.
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