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Städte: Vögel mögen reiche
Nachbarschaft
Stadtparks in wohlhabenden
Gegenden beherbergen eine reichhaltigere Vogelfauna als Parks
in weniger einkommensstarken Vierteln. Anscheinend werden Vogelpopulationen
auch durch ökonomische Faktoren beeinflusst. Die Gründe
dafür sind jedoch schleierhaft.
(jkm) - Ann Kinzig von der Arizona
State University und ihre Kollegen untersuchten 15 Parks in der
amerikanischen Großstadt Phoenix. Die öffentlichen
Anlagen ähnelten sich in Art und Dichte der Vegetation und
auch in der Zahl von Einrichtungen wie etwa Sportplätzen.
Trotzdem schienen die Vögel sehr wohl zwischen den Parks
zu unterscheiden, berichten die Biologin und ihre Kollegen auf
dem Jahrestreffen der Ecological Society of America in Tucson,
Arizona.
Parks in reicheren Vierteln wiesen
sowohl mehr Vogelarten als auch mehr Vögel insgesamt auf,
fanden die Forscher heraus. Entgegen den Erwartungen hatten weder
die Parkfläche noch die Größe der Bäume in
den Parks Einfluss auf die Vogelpopulationen. "Stattdessen
scheinen die Charakteristika der jeweiligen Umgebung, etwa das
Einkommen der Anwohner, eine wichtige Rolle für die Zahl
der Arten zu spielen."
Über die Hintergründe
können die Biologen derzeit nur spekulieren. "Irgendetwas,
das in einem Umkreis von 200 Metern um die Parkgrenzen geschieht,
beeinflusst die Diversität der Vögel", sagt Kinzig.
Mögliche Erklärungen gebe es viele, etwa die Gartenbepflanzung,
Häufigkeit und Ausmaß von Fütterungen und Hundetränken,
Hauskatzen und verwilderte Tiere oder nahe gelegene Industrieanlagen.
Das Team will nun ausführliche
Untersuchungen anstellen, um das Rätsel zu lösen. "Die
Menschen leben heutzutage nun mal in Städten und Parks stellen
den täglichen Kontakt mit der Natur her", begründet
Kinzig das Vorhaben. "Wir müssen verstehen, welche Art
von Natur die Leute in ihren Parks vorfinden und warum das so
ist."
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