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England: Erfolgreiche Hilfe für
Schmetterlinge
Innerhalb der letzten zehn
Jahre sank die Zahl britischer Schmetterlinge deutlich. Doch der
Schwund könnte jetzt gestoppt werden. Ein von der EU unterstütztes
Schutzprogramm scheint den Faltern zu helfen: Gefährdete
Arten werden wieder verstärkt gesichtet.
(jkm) - Seit 1998 bemüht
sich die britische Umweltbehörde DEFRA, Lebensräume
für Schmetterlinge zu schützen. Unter anderem wurden
jenen Bauern und Grundbesitzern, auf deren Flächen seltene
Falter zu Hause sind, eine Prämie für besonders naturnahe
Lebensräume gezahlt.
Weiden werden auf diesen Flächen
nach Maßstäben der ökologischen Landwirtschaft
genutzt, Hecken und Büsche Insekten-freundlich rekultiviert.
Die Kosten betragen 159.000 britische Pfund - umgerechnet über
250.000 Euro. Einen Teil davon trägt die Europäische
Union.
Die Zwischenbilanz fällt
jetzt günstig aus: Zehn von 13 gefährdeten Arten haben
sich deutlich erholt. Darunter befinden sich sieben Arten, die
nur auf selten gewordenen Kalkwiesen leben können. Am meisten
profitierten die in Großbritannien sehr gefährdeten
Arten Silbergrüner Bläuling (Polyommatus coridon), Großer
Perlmutterfalter (Argynnis aglaja) und Komma-Dickkopffalter (Hesperia
comma).
Schutzprogramm weiter ausbauen
Dass die Schmetterlinge wieder
häufiger auftreten, belegen Zählungen, die rund 2.000
britische Falter-Fans an 500 Orten durchführten. Nach Meinung
der Naturschutz-Organisation "Butterfly Conservation"
kann aber noch keine endgültige Entwarnung gegeben werden.
Die 34 untersuchten Schmetterlingsarten seien innerhalb der letzen
zehn Jahre immerhin um 14 Prozent zurückgegangen.
Bis zum Jahr 2005 will die DEFRA
deshalb weitere 160.000 Pfund investieren, um das Schutzprogramm
auszubauen. 60 Schmetterlingsarten sind in Großbritannien
heimisch, einige weitere Arten statten der Insel in den Sommermonaten
ihre Besuche ab.
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