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Frösche: Männchen mit Kindergarten
Dass sich Väter intensiv
um ihren Nachwuchs kümmern, ist in der Tierwelt eher selten
zu beobachten. Zwei solche Ausnahmen hat ein amerikanischer Forscher
jetzt auf Papua-Neuguinea entdeckt.
(jkm) - Die Männchen der
Frosch-Arten "Liophryne shlaginhaufeni" und "Sphenophryne
cornuta" tragen ihre Jungen tagelang mit sich, berichtet
der Biologe im Magazin "Nature".
Der Nachwuchs beider Arten überspringt
das Kaulquappen-Dasein und schlüpft gleich als fertiger Frosch
aus dem Ei. Die winzigen Frösche erkunden aber nicht im Alleingang
die Welt, sondern heften sich an den Körper ihrer Väter,
wenn diese zu nächtlichen Streifzügen aufbrechen. Bis
zu neun Tage lang lassen sich die Jungfrösche durch ihr künftiges
Revier tragen, schreibt David Bickford von der University of Miami.
23 dieser Frosch-Transporte konnte
der Forscher beobachten. Bis zu 22 Jungtiere saßen dabei
auf einem Männchen. Gegenüber der Online-Ausgabe von
"Nature" schätzte Bickford, ein Männchen könen
bis zu 28 Junge tragen.
Unter der schweren Last bewegten
sich die Väter pro Nacht bis zu 17 Meter vorwärts. Die
kleinen Frösche klebten wie die Kletten an ihren Vätern
und erkundeten so bis zu 55 Meter ihres Lebensraumes. Während
der nächtlichen Streifzüge ließen sie sich dann
nach und nach fallen.
Das Männchen nehme die Last
auf sich, um seinen Nachwuchs möglichst weit zu streuen,
meint Bickford. Ein vergleichbares Verhalten ist bisher nur bei
den Weibchen einer einzelnen Art auf Jamaika beobachtet worden.
Dass Jungtiere das Leben als Kaulquappe
überspringen und sich an den Vater heften, könnte am
Wetter liegen: Weil es auf Papua-Neuguinea oft in Sturzbächen
regnet, gehen Kaulquappen und einzelne kleine Frösche ein
hohes Risiko ein, weggespült zu werden.
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