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Bauch 'rein, Rippen 'raus: Wie Schlangen
fliegen
Ein Biologe hat herausgefunden,
wie manche Baumschlangen ihre kontrollieren Gleitflüge absolvieren.
In Ermangelung spezieller Gliedmaßen nutzen die Tiere ihren
gesamten Körper, um Auftrieb zu erlangen oder durch eine
abrupte Wende Hindernissen auszuweichen.
(jkm) - John Socha von der University
of Chicago untersuchte Schmuckbaumnattern der Art Chrysopelea
paradisi, die sich in ihrer südostasiatischen Heimat gelegentlich
per Gleitflug bewegen.
Für seine Experimente ließ
der Forscher die Schlangen von einem zehn Meter hohen Turm starten
und nahm ihren Flug mit zwei Videokameras gleichzeitig auf. Anhand
dieser Stereo-Aufnahmen berechnete er die genaue Flugbahn und
die Bewegungen von Kopf, Mittelteil und Schwanzspitze der Tiere.
Hat eine Schlange sich von ihrem
Startplatz abgestoßen, spreizt sie die Rippen ab und zieht
gleichzeitig den Bauch ein, so der Forscher. Der Körperquerschnitt
gewinnt dadurch die doppelte Breite und erhält zusätzlich
ein ähnliches Profil wie ein Flugzeugflügel.
Schließlich beginnt die
Schlange mit Schlängelbewegungen in der horizontalen Ebene
- ganz ähnlich denen beim Kriechen am Boden. Tatsächlich
scheinen diese Bewegungen für Auftrieb zu sorgen, vermutet
Socha, denn sobald das Schlängeln einsetzte, verringerte
sich die Fallgeschwindigkeit der Tiere.
"Trotz ihres unkonventionellen
Flugverhaltens ist die fliegerische Leistung von C. paradisi der
anderer Gleitflieger vergleichbar", schreibt der Biologe
im Magazin "Nature". Im besten Fall hätten die
Tiere pro Meter Fallhöhe 3,7 Meter in der Horizontalen zurückgelegt.
Gleithörnchen, Flugechsen
und fliegende Frösche brächten es auf ähnliche
Werte.
"Möglicherweise ist
C. paradisi in der Lage, auf dem Luftweg andere Bäume zu
erreichen, Jagd auf fliegende Beute zu machen oder Fressfeinden
zu entgehen", meint Socha.
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