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UNEP: Welt-Atlas für Biodiversität
vorgestellt - rascher Artenverlust
Das UN-Umweltprogramm UNEP
macht mit einem umfassenden Atlas auf den raschen weltweiten Artenverlust
aufmerksam.
London/Nairobi (dpa) - So seien
beispielsweise in den vergangenen 70 Jahren etwa 80 Prozent der
in Mexiko angepflanzenten Mais-Varianten verloren gegangen. Angesichts
der großen Verluste auch in der Natur lebender Pflanzen-
und Tierarten, könnten zudem wertvolle Wirkstoffe für
Arzneien verschwinden, sagen die Experten in dem «Welt-Atlas
für Biodiversität» voraus. Mehr
als 50 Prozent der meistverschriebenen Medikamente in den USA
basieren auf pflanzlichen oder tierischen Inhaltsstoffen. Die
am Donnerstag erschienene Studie gibt einen Überblick über
die biologische Vielfalt in den verschiedensten Regionen der Welt.

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Mazinsky/UNEP/Topham
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© UNEP/Topham
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Knapp die Hälfte der Landflächen vom Menschen verändert
Gut drei Wochen vor dem Weltgipfel
für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg (26. August bis
4. September 2002) verweist das «World Conservation Monitoring
Centre» (UNEP-WCMC) mit dem Atlas vor allem auf den Einfluss
des Menschen: So seien in den vergangenen 150 Jahren knapp 47
Prozent der weltweiten Landflächen direkt vom Menschen verändert
worden, etwa durch Landwirtschaft, Plantagen und Städtebau.
Bis zum Jahr 2032 könnten es 72 Prozent der Landflächen
sein. Der Verlust an Biodiversität drohe in den nächsten
Jahren vor allem in Süd-Ost-Asien, dem Kongo-Becken und in
Gebieten rund um den Amazonas.
Der Atlas über die «lebendigen
Ressourcen der Erde im 21. Jahrhundert» beschreibt zudem
die Bedeutung der unterschiedlichsten Ökosysteme, wie Wälder,
Feuchtgebiete, Ozeane und Küstenregionen. So seien beispielsweise
intakte Bergregionen unerlässlich für die Produktion
von frischem Wasser.
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