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Australien: Erste Erfolge gegen Feuerameisen
Die australischen Behörden
vermelden einen ersten Erfolg im Kampf gegen die aggressiven Feuerameisen.
Mit Hilfe einer Art chemischer "Geburtenkontrolle" konnten
innerhalb weniger Monate rund 90 Prozent aller bekannten Kolonien
ausradiert werden. Besonders ermutigend ist, dass einheimische
Ameisen die leer stehenden Nester für sich entdecken.
(jkm) - "Der Effekt ist wirklich
gut", so Cas Vanderwoude vom Fire Ant Control Centre in Oxley,
Queenland, gegenüber dem australischen Sender ABC. Das größte
Problem seien jedoch die verbliebenen Kolonien. "Wenn wir
eine einzige übersehen, haben wir eine neue Plage."
Feuerameisen stammen ursprünglich
aus Südamerika, haben sich in der Vergangenheit dank menschlicher
Hilfe aber rapide ausgebreitet. Vor allem in den südlichen
US-Bundesstaaten ist die aggressive Rote Feuerameise (Solenopsis
invicta) zu einem ernsthaften Problem geworden.
Die Tiere führen zu Ernteeinbußen
in der Landwirtschaft, dezimieren die einheimische Fauna, legen
elektrische Anlagen lahm und fügen Menschen schmerzhafte
Stichwunden zu. Allein in Texas wird der von den Feuerameisen
angerichtete Schaden auf jährlich weit über 300 Millionen
Dollar beziffert. Zwar gibt es zahlreiche Bekämpfungsprogramme,
bislang hat die Art ihrem Namen "die Unbesiegbare" jedoch
alle Ehre gemacht.
Im Februar diesen Jahres war die
Rote Feuerameise erstmals auch in Australien gesichtet worden.
Binnen sechs Monaten initiierten die Behörden ein Bekämpfungsprogramm,
das über einen Zeitraum von fünf Jahren laufen soll.
Insgesamt stehen 123 Millionen Australische Dollar (rund 68 Millionen
Euro) zur Verfügung, um Wachstumshemmer gegen die Ameisen
einzusetzen.
Die wachstumshemmenden Chemikalien
werden mit Maismehl oder Sojaöl vermischt und in der Nähe
der Nester ausgelegt. Arbeiterinnen tragen diese Köder zu
ihrer Königin, die daraufhin nur noch Eier legt, die sich
nicht mehr zum erwachsenen Tier entwickeln können. Die Kolonie
stirbt schließlich aus.
Nach dem Ende des Sommers auf
der Südhalbkugel ziehen die Wissenschaftler nun eine positive
Bilanz. In neunzig Prozent der mindestens drei Mal behandelten
Nester sei keinerlei Aktivität von Feuerameisen mehr festzustellen.
Auch an weniger oft behandelten Stellen seien immerhin siebzig
Prozent der Exoten getötet worden, so Keith McCubbin, Direktor
des Fire Ant Control Centre.
Dagegen scheinen die in Australien
heimischen Ameisenarten keinerlei Gefallen an den Ködern
zu finden. "Eines der ermutigendsten Ergebnisse unserer Forschung
ist, dass große Populationen einheimischer Ameisen zu jenen
Orten zurückgekehrt sind, an denen die Feuerameisen ausgelöscht
wurden."
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