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- 16.07.2002 -

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Überfischung: Kaum noch Kabeljau in der Nordsee

Britische Umweltschützer warnen vor einer weiteren Ausbeutung der Meere: Der Kabeljau ist aus der Nordsee bereits nahezu verschwunden.

(jkm) - Der bis zu 1,50 Meter lange und 50 Kilogramm schwere Schellfisch war nach dem Hering einst der wirtschaftlich bedeutendste Fisch in der Nordsee. Jetzt ist es unwirtschaftlich geworden, überhaupt noch nach ihm zu suchen.
 


© ArtToday

Der Kabeljau war einst einer der wirtschaftlich bedeutendsten Fische in der Nordsee.

  Der in Europa gehandelte Kabeljau werde mittlerweile vor Island gefangen, heißt es im Report "Our Dying Seas", den der Umweltschutz-Verbund "The Wildlife Trusts" vorgelegt hat.

 
Nahrungsketten der Nordsee nachhaltig gestört

Die "Trusts" dienen als Dachverband für rund 50 regionale Umweltschutzorganisationen in Großbritannien. Ihr Bericht nennt den Kabeljau (Gadus morrhua) stellvertretend für jene Fische, die der Überfischung zum Opfer fallen. Der Fischindustrie wirft der Bericht vor, die Nahrungsketten der Nordsee nachhaltig gestört zu haben.

Schleppnetze gefährden demnach zahlreiche Krustentiere, die auf dem Meeresboden leben. Auch Delphine geraten immer wieder in die Netze der Fischer, werden verletzt oder verendet an Bord gezogen.

Nur noch 350 Große Tümmler

Der Bestand des Großen Tümmlers (Tursiops truncatus), einst vor der Küste Cornwalls zuhause, sei innerhalb von zehn Jahren bereits um Zweidrittel auf nur noch 350 Exemplare geschrumpft. Bis zum Jahr 2012 könnte der Tümmler ganz verschwinden, fürchten die Naturschützer. Ein ähnliches Schicksal droht dem Riesenhai.


© ArtToday

Der Bestand des Großen Tümmlers ist laut der Studie auf nur noch 350 Exemplare geschrumpft.

 Mehr Informationen:

The Wildlife Trusts

BBC

vista verde: Meere

 

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