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Meere: Fische werden durch Fischerei
kleiner
Die Netze der Hochseefischer
sind so beschaffen, dass kleine Jungtiere durch die Maschen schlüpfen
können. Ungewollt könnte die Maschengröße
eine evolutionäre Entwicklung hin zu kleineren Arten fördern.
(jkm) - Im Magazin "Science"
berichten David Conover und Stephan Munch von der State University
of New York über Züchtungen mit sechs Gruppen von Gezeiten-Ährenfischen
(Menidia menidia).
Über vier Generationen hinweg
wurde jeweils nur mit den kleinsten Exemplaren weiter gezüchtet.
Schon in der vierten Generation bestand der Nachwuchs aus insgesamt
deutlich kleineren Exemplaren.
Auf offener See könnte das
Verhältnis von großen und kleinen Exemplaren innerhalb
einer Population durch den Fischfang schnell aus dem Gleichgewicht
gebracht werden, befürchten die Forscher.
Die Entwicklung hin zu kleinen
Exemplaren bedeutet nicht nur für die Fischer geringe Fänge:
Kleine Exemplare wachsen langsamer, bringen weniger Nachwuchs
hervor und fallen häufiger Raubfischen zum Opfer. Dies gefährdet
ihren langfristigen Bestand.
Die Forscher plädieren deshalb
dafür, dass Fischer nur noch die mittelgroßen Exemplare
fangen sollten. Die Freiheit der jeweils größten und
kleinsten Vertreter einer Art, so die Überlegung, könnten
den Fortbestand der Population am besten sichern.
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