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Insekten: Beobachtung mit Radar
Mit einem neuen, senkrecht
ausgerichteten Radar wollen britische Forscher die Flüge
von Insekten verfolgen. Der Radar soll die kleinen Flieger bis
in untere Wolkenschichten beobachten können.
(jkm) - Die Anlage Rothamsted
in Harpenden ist nur wenige Kilometer nördlich von London
gelegen. Anfang Juli wollen die Insektenforscher ihren Radar erstmals
der Öffentlichkeit präsentieren.
"Die große Menge an
Insekten ist einfach erstaunlich", findet Alan Smith, Radar-Entomologe
in Rothamsted. "Gerade im Sommer schwirrt eine riesige Biomasse
bis zu 600 Meter hoch über unseren Köpfen." Damit
erreichen die winzigen Wesen bereits Cumulus- und Regenwolken,
die ab einer Höhe von 500 Metern beginnen.
Schon seit längerem beobachten
Entomolgen Insekten, indem sie Radarwellen aussenden und die schwachen
Reflektionen auswerten, die in der Luft schwirrende Tierchen erzeugen.
So lässt sich beispielsweise der Flügelschlag einer
Motte mit Hilfe des Radars noch aus zwei Kilometern Entfernung
aufspüren.
Dass man den Radar auch senkrecht
nach oben ausrichten kann, haben sich die Entomologen bei den
Wetterforschern abgeschaut. Diese ermitteln per Radar, wie viele
Wassertropfen aus Regenwolken abregnen.
Die britischen Insektenforscher
verfeinerten die Technik und können jetzt einzelne Arten
anhand ihrer Reflektionsmuster erkennen. Sie hoffen, die Flüge
von Insektenschwärmen langfristig verfolgen zu können.
Von vielen Insekten weiß
man, dass sie sich gezielt vom Wind über weite Strecken treiben
lassen. Darunter leidet in vielen Teilen der Welt die Landwirtschaft,
die regelmäßig mit plötzlich einfallenden Insekten
konfrontiert wird. Die Radarbeobachtungen könnten das Eintreffen
der Schädlingen präzise voraussagen, hoffen die Forscher.
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