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- 27.06.2002 -

 

 

 

 

 

 

 


 

Insekten: Beobachtung mit Radar

Mit einem neuen, senkrecht ausgerichteten Radar wollen britische Forscher die Flüge von Insekten verfolgen. Der Radar soll die kleinen Flieger bis in untere Wolkenschichten beobachten können.

(jkm) - Die Anlage Rothamsted in Harpenden ist nur wenige Kilometer nördlich von London gelegen. Anfang Juli wollen die Insektenforscher ihren Radar erstmals der Öffentlichkeit präsentieren.

"Die große Menge an Insekten ist einfach erstaunlich", findet Alan Smith, Radar-Entomologe in Rothamsted. "Gerade im Sommer schwirrt eine riesige Biomasse bis zu 600 Meter hoch über unseren Köpfen." Damit erreichen die winzigen Wesen bereits Cumulus- und Regenwolken, die ab einer Höhe von 500 Metern beginnen.

Schon seit längerem beobachten Entomolgen Insekten, indem sie Radarwellen aussenden und die schwachen Reflektionen auswerten, die in der Luft schwirrende Tierchen erzeugen. So lässt sich beispielsweise der Flügelschlag einer Motte mit Hilfe des Radars noch aus zwei Kilometern Entfernung aufspüren.

Dass man den Radar auch senkrecht nach oben ausrichten kann, haben sich die Entomologen bei den Wetterforschern abgeschaut. Diese ermitteln per Radar, wie viele Wassertropfen aus Regenwolken abregnen.

Die britischen Insektenforscher verfeinerten die Technik und können jetzt einzelne Arten anhand ihrer Reflektionsmuster erkennen. Sie hoffen, die Flüge von Insektenschwärmen langfristig verfolgen zu können.

Von vielen Insekten weiß man, dass sie sich gezielt vom Wind über weite Strecken treiben lassen. Darunter leidet in vielen Teilen der Welt die Landwirtschaft, die regelmäßig mit plötzlich einfallenden Insekten konfrontiert wird. Die Radarbeobachtungen könnten das Eintreffen der Schädlingen präzise voraussagen, hoffen die Forscher.


© ArtToday

Der Flügelschlag einer Motte lässt sich mit Hilfe des Radars noch aus zwei Kilometern Entfernung aufspüren.


 Mehr Informationen:

IACR Rothamsted

Über Radar-Entomologie

vista verde: Insekten

 

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