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Brasilien: Zwei neue Affenarten entdeckt
Im brasilianischen Regenwald
gibt es noch viel zu entdecken. Drei niederländische Biologen
konnten jetzt zwei bisher unbekannte Affenarten identifizieren.
(jkm) - Die beiden Arten werden
als Callicebus bernhardi und Callicebus stephennashi in die Biologiebücher
eingehen. Letztere Art wurde nur bekannt, weil Fischer ein Exemplar
der Spezies an einer Aufzuchtstation für bedrohte Tiere ablieferten.
Callicebus bernhardi ist kaum
vierzig Zentimeter groß, trägt einen orange leuchtenden
Haarkranz um sein Gesicht und besitzt einen über 50 Zentimeter
langen schwarzen Schwanz mit weißer Spitze. Er lebt in der
Region zwischen Rio Madeira und Rio Aripuaña am südlichen
Rio Amazonas.
Sein Name soll an Prinz Bernhard
von den Niederlanden erinnern, der selbst als Naturforscher gewirkt
hat. Vier Tage vor seinem 91. Geburtstag bekam der Prinz von den
Forschern eine Zeichnung überreicht, die "seinen"
Affen zeigt.
Der zweite Affe, Callicebus stephennashi,
ist nach Stephan Nash benannt, der für "Conservation
International" und die State University of New York gearbeitet
hat. Der Affe ist etwas kleiner, trägt ein silberfarbenes
Fell, eine schwarze Stirn und rote Koteletten.
Das Tier hatten Fischer beim "Breeding
Center for Endangered Wildlife" in Manaus abgegeben. Wo seine
Artgenossen leben, ist noch unbekannt. Die Forscher vermuten,
das Tier stamme vom Rio Purús inmitten des Amazonas.
Die Einordnung beider Arten erfolgte
durch Marc van Roosmalen vom brasilianischen "National Institute
for Amazon Research" (INPA), seinem Sohn Tomas van Roosmalen
und Russell Mittermeier von " Conservation International".
"Die Entdeckungen beweisen,
dass wir noch viel über die biologische Vielfalt lernen können
- besonders in den tropischen Regenwäldern", kommentiert
Mittermeier. Seit 1990 sind weltweit 24 neue Affenarten entdeckt
worden, 13 davon in Brasilien. Dort leben jetzt offiziell 95 Affenarten.
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