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Afrika: Schleichkatze nach 70 Jahren
wieder da
Im Südosten Tansanias
ist ein schon ausgestorben geglaubtes Raubtier wieder aufgetaucht.
Die seltene Schleichkatze Genetta servalina tappte nachts in die
Fotofalle.
(jkm) - Nach ihrem britischen
Entdecker Willoughby Lowe wird die Schleichkatze auch Lowes Genetta
genannt. Das letzte bis in unsere Tage erhaltene Fell eines solchen
Tieres stammt aus dem Jahr 1932. Seitdem ist die Schleichkatze
nicht mehr gesichtet worden.
Wie die Wildlife Conservation
Society (WCS) meldet, konnte jetzt anhand des Felles ein etwa
ein Meter langes Exemplar identifiziert werden. Es wurde im Udzungwa
Mountain National Park bei der Jagd von einer automatischen Kamera
fotografiert.

©
Daniela De Luca/Wildlife Conservation Society
Genetta servalina
in der Fotofalle.
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Nur sehr wenig Informationen
über Genettas
Im Unterschied zu verwandten Arten
besitzt Genetta servalina eine orangefarbene Zeichnung im Gesicht
sowie hellere Füße und Beine. Das ist auch schon fast
alles, was die Biologen von der Schleichkatze wissen. Als sicher
gilt noch, dass sie anderen Genetta-Arten ähnlich nur des
nachts auf Jagd geht.
"Im Vergleich zu den größeren
Fleischfressern wissen wir von den kleinen Arten wie Genettas
und Mungos nur sehr wenig", räumt Daniela De Luca von
der WCS ein, "deshalb ist es unser erklärtes Ziel, diese
wichtige und geheimnisvolle Tiergruppe näher zu erforschen."
Weil so wenig Informationen vorliegen,
will De Luca jetzt die Menschen im Umfeld des Naturschutzgebietes
nach möglichen Begegnungen mit den Tieren fragen. Bis auf
weiteres kann die Biologin nur hoffen, dass ihren Kameras noch
weitere zufällige Aufnahmen gelingen.
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