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WWF: Organisiertes Verbrechen handelt
mit bedrohten Tieren
Die russische Mafia und internationale
Drogen-Kartelle haben neben dem Waffen- und Drogenschmuggel jetzt
auch den illegalen Handel mit geschützten Tieren entdeckt.
(jkm) - Bereits die Hälfte
des illegalen Tierhandels befinde sich in der Hand des organisierten
Verbrechens, meldet das Netzwerk TRAFFIC, ein gemeinsames Projekt
vom "World Wild Fund for Nature" und der "World
Conservation Union".
Laut TRAFFIC-Studie werden zum
einen geschützte Tierarten direkt geschmuggelt, zum anderen
dienen die Tiertransporte aber auch nur der Verschleierung von
Waffen- oder Drogenlieferungen. In Brasilien werde bereits 40
Prozent der Drogenhandels mit Tiertransporten kombiniert, berichtet
die Studie.
Schlangen als Drogenkuriere
Am britischen Flughafen Heathrow
seien Schlangen gefunden worden, denen man Heroinbeutel in den
Magen gedrückt habe. Giftschlangen würden außerdem
eingesetzt, um vom Schmuggelgut in den Transportkisten abzulenken.
Auch als Tauschmittel sind Tiere
beliebt: Ganze Flugzeugladungen seltener australischer Vögel
seien nach Bangkok geschmuggelt worden, um dort gegen Heroin getauscht
zu werden. Das Rauschgift wurde dann in Australien verkauft.
Enorme Gewinnspannen
"Der Bericht bestätigt
unsere Befürchtungen", sagt Stuart Chapman vom britischen
WWF, "die großen Profite, die mit dem Schmuggel von
Wildtieren gemacht werden können, ziehen das organisierte
Verbrechen geradezu an. Die erzielbaren Gewinne liegen mitunter
bei 800 Prozent. Sie sind mit nur geringen Risiken der Entdeckung
und niedrigen Strafen verbunden."
Um den illegalen Tierhandel einzuschränken,
müssten die Strafen drastisch erhöht werden, fordert
Crawford Allan, einer der Koordinatoren von TRAFFIC.
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