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Afrika: Menschliche Krankheiten bedrohen
Wildtiere
Menschliche Krankheiten bedrohen
Wildtiere in Afrika. Die Gefahr geht selbst vom so genannten "sanften
Tourismus" aus, wenn der Mensch dem Tier zu nahe kommt. Dies
belegen zwei Vorfälle in Botswana, bei denen Tuberkulose
übertragen wurde.
(jkm) - Wie Kathleen Alexander
vom Centre for Conservation of African Resources berichtet, kam
es im Nationalpark in Chobe zu zwei Ausbrüchen von Tuberkulose
unter Mungos (Mungos mungo).
Die marderähnlichen Tiere
aus der Familie der Schleichkatzen haben sich die Krankheit wahrscheinlich
beim Stöbern im Müll eingefangen, den Besucher des Parks
weggeworfen hatten.
In der Wüste Kalahari verstarb
gleich eine ganze Gruppe von Erdmännchen (Suricata suricatta)
an der Krankheit. Der Weg dieser Infizierung ist noch unklar.
Im Magazin "Emerging Infectious
Diseases" schreiben Alexander und ihr Team, der Öko-Tourismus
habe eine stetig wachsende Zahl von Besuchern in den Chobe-Nationalpark
kommen lassen.
Dies sei zwar schon aus wirtschaftlichen
Gründen für die Region zu begrüßen, erhöhe
aber das Risiko, dass Tiere mit menschlichen Krankheitserregern
in Kontakt kämen.
Die Forscher mahnen deshalb ein
besseres Management in den afrikanischen Nationalparks an. Die
Besucher müssten auf sicherer Distanz zu den Wildtieren gehalten
werden, damit deren Bestand nicht langfristig gefährdet werde.
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