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- 11.06.2002 -

 

 

 

 


 

Afrika: Menschliche Krankheiten bedrohen Wildtiere

Menschliche Krankheiten bedrohen Wildtiere in Afrika. Die Gefahr geht selbst vom so genannten "sanften Tourismus" aus, wenn der Mensch dem Tier zu nahe kommt. Dies belegen zwei Vorfälle in Botswana, bei denen Tuberkulose übertragen wurde.

(jkm) - Wie Kathleen Alexander vom Centre for Conservation of African Resources berichtet, kam es im Nationalpark in Chobe zu zwei Ausbrüchen von Tuberkulose unter Mungos (Mungos mungo).

Die marderähnlichen Tiere aus der Familie der Schleichkatzen haben sich die Krankheit wahrscheinlich beim Stöbern im Müll eingefangen, den Besucher des Parks weggeworfen hatten.

In der Wüste Kalahari verstarb gleich eine ganze Gruppe von Erdmännchen (Suricata suricatta) an der Krankheit. Der Weg dieser Infizierung ist noch unklar.

Im Magazin "Emerging Infectious Diseases" schreiben Alexander und ihr Team, der Öko-Tourismus habe eine stetig wachsende Zahl von Besuchern in den Chobe-Nationalpark kommen lassen.

Dies sei zwar schon aus wirtschaftlichen Gründen für die Region zu begrüßen, erhöhe aber das Risiko, dass Tiere mit menschlichen Krankheitserregern in Kontakt kämen.

Die Forscher mahnen deshalb ein besseres Management in den afrikanischen Nationalparks an. Die Besucher müssten auf sicherer Distanz zu den Wildtieren gehalten werden, damit deren Bestand nicht langfristig gefährdet werde.


© ArtToday

Erdmännchen

 Mehr Informationen:

Emerging Infectious Diseases

Mungos

Erdmännchen

 

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