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Schutz der Meere: Schneller Erfolg in
Reservaten
Wird eine Meeresregion zum
Schutzgebiet erklärt, lässt der Erfolg nicht lange auf
sich warten. In kurzer Zeit steigt die Artenzahl, die Größe
der Individuen und die Biomasse deutlich und dauerhaft an.
(jkm) - Darüber kann sich
auch die Fischereiindustrie freuen, denn die positiven Effekte
wirken über den Rand der Schutzzone hinaus. Das berichten
amerikanische Ökologen im Fachblatt "Ecology Letters".
Immer häufiger werden so
genannte "No-Take"-Schutzgebiete im Meer eingerichtet,
aus denen keinerlei Material - inklusive Organismen - entfernt
werden darf.
"In der Vergangenheit wurden
solche Reservate jedoch eingerichtet, ohne dass man ihren tatsächlichen
Einfluss auf die zu schützenden Gebiete kannte", schreiben
Ben Halpern und Robert Warner von der University of California
in Santa Barbara. Daher werteten die Forscher 112 Arbeiten über
80 Meeresschutzgebiete aus und fassten die Beobachtungen zusammen.
Biommasse fast verdreifacht
Die Ergebnisse waren beeindruckend:
Innerhalb weniger Jahre stieg die Zahl der in den Schutzgebieten
lebenden Arten und die Körpergröße der Fische
und Wirbellosen um bis zu 30 Prozent. Gleichzeitig verdoppelte
sich die Populationsdichten, so dass die gesamte Biomasse in den
Reservaten fast dreimal höher war als in nicht geschützten
Gebieten.
"Das Aufregende ist: Wenn
man erst einmal ein Reservat eingerichtet hat, zeigen die Arten
in dem Gebiet binnen ein bis drei Jahren eine dramatische Reaktion
auf den Schutz", so Halpern. Und selbst in den ältesten
untersuchten Reservaten, zwei vor 40 bzw. 39 Jahren unter Schutz
gestellten Gebieten vor Vancouver und im Exuma-Sund der Bahamas,
hielt der Effekt an.
Schutzgebiete nutzen auch der
Fischerei
Die Ergebnisse zeigen, dass die
Einrichtung von Meeresschutzgebieten auch der Fischerei nutzt.
"Obwohl die Schutzgebiete selbst nicht befischt werden dürfen,
geht man davon aus, dass von der erhöhten Produktion innerhalb
der Reservate schließlich auch die Konsumenten außerhalb
profitieren", sagt Halpern.
"Wir können jetzt mit
ziemlicher Sicherheit sagen, dass 'schließlich' eine recht
kurze Zeitspanne bedeutet."
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