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Sag mir, wo die Wiesen sind
Wer in England eine wilde Wiese
sehen will, muss schon weit reisen. Grüne Flecken, auf denen
die Natur noch frei wachsen darf, schwinden mit zunehmendem Tempo.
(jkm) - Die Naturschutz-Organisation
"Plantlife" und das landesweite Netzwerk der "Wildlife
Trusts" mahnen bei der britischen Regierung mehr Unterstützung
an und schlagen jetzt vor, Bauern als Pfleger der Wiesen einzusetzen.
Die Naturschützer verweisen
auf eine Studie, deren Daten von 46 lokalen Gruppen der Wildlife
Trusts zusammengetragen wurde. Demnach verschwinden naturbelassene
Flächen immer schneller von der Landkarte.
Am weitesten fortgeschritten ist
die Entwicklung in der Grafschaft Worcestershire, in der seit
1975 rund drei Viertel aller natürlichen Wiesen und Auen
zerstört oder stark geschädigt wurden. Auf den Spitzenplätzen
der Verlustliste folgen Derbyshire und Shropshire, die seit den
80er Jahren rund die Hälfte ihrer Naturwiesen verloren haben.

©
ArtToday
Dianthus
armeria (Deptford pink)
gehört ebenfalls zu den durch den Rückgang
der Wiesen gefährdeten Wildblumenarten.
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Betroffen sind neben der
Pflanzenwelt auch jene Tiere, die ohne Naturwiesen nicht
auskommen. So machen sich beispielsweise Schmetterlinge
rar, die nur Wildblumen anfliegen.
Als positive Ausnahmen vermerkt
der Bericht der Naturschützer jene Flächen, die
in staatlichen Förderprogrammen besonderen Schutz genießen.
Nach diesem Vorbild, so "Plantlife" und die "Wildlife
Trusts", sollten verstärkt Flächen aus der
landwirtschaftlichen Nutzung freigekauft werden.
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Ähnliches hatte bereits eine
staatliche Kommission vorgeschlagen: 20 Prozent der Fördergelder
für die Landwirtschaft, so schlug die "Policy Commission
on the Future of Farming and Food" vor, sollten nicht mehr
für die Produktion von Nahrungsmitteln, sondern für
den Naturschutz gezahlt werden.
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